Es gibt Fragen, die Google nicht beantworten kann

19’000 Autos fuhren täglich an den Kirchenblachen vorbei. «Die Gemüter im Rafzerfeld sind erhitzt», meldete das Lokalfernsehen «Tele Top». Grund war eine Plakat-Kampagne der Pfarrei Glattfelden-Eglisau-Rafz. Vier Blachen mit dem Aufdruck «Es gibt Fragen, die Google nicht beantworten kann» wurden von Unbekannten in Eglisau entwendet. Die Werbebanner hingen an einer Passerelle oberhalb der Kantonsstrasse.

Für PR-Berater Klaus J. Stöhlker ist der Diebstahl der Plakate ein grosses Kompliment: «Dies ist ein Beweis, dass die Kampagne gut ist.» Er zeigte sich über den Werbeslogan begeistert: «Google ist ein Heiligtum. Wenn sich plötzlich jemand hinstellt und sagt, es gibt eben Fragen, die Google nicht beantwortet, ist das dialektisch eine fantastische Formulierung!»

Laut Kirchenpflegerin Margrit Rau wollte man mit der Werbekampagne auf die Homepage der Pfarrei mit speziellen Veranstaltungen und das Seelsorgeangebot hinweisen Den Vergleich mit Google hatte sie ganz bewusst gewählt: «Im Zeitalter von Internet sucht man viele Informationen im Netz. Das hat mich selber zum Nachdenken gebracht, wo ich überhaupt meine eigenen Antworten suche.» Da blieb sie in Gedanken an Google hängen: Fast alles Wissen holen sich Informationshungrige über diese Suchmaschine. Doch das Eigentliche einer Pfarrei, Gemeinschaft, Freundschaft oder Gotteserfahrung das lässt sich in Google nicht finden.

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