Der selbstgebastelte Gott

Was von Gott der heutigen Zeit nicht mehr entspricht, wird negiert. Da man mit dem Wort Sünde nicht mehr klarkommt, wird es ignoriert. Ebenso ist die ewige Trennung von Gott kein Thema mehr. Doch ist es so einfach?

Wenn Gott Gott ist, dann muss er sich nicht an uns orientieren, sondern wir uns an ihm. Eine Schwierigkeit sind traditionelle und neuste Auslegungen, die nicht unbedingt dem Bild entsprechen, wie sich Gott selbst in der Bibel offenbart hat. Viele Leute denken, sie kennen die Bibel, obwohl sie das Buch weder lesen noch studieren. Sie bauen auf Aussagen, die sie da und dort aufgeschnappt haben.

Johannes schreibt am Ende seines Lebens: Gott ist die Liebe (1.Johannes 4,8). Heute wird das oft verdreht in Liebe ist Gott und dabei wird Liebe oft auf Zuneigung oder Gefühle reduziert. Es scheint so als würde Liebe heissen, alles ist okay. Doch Gott ist heilig, darum sollen auch wir heilig sein (3.Mose 19,2).

Biblisch gesehen meint Liebe: Ich schenke, weil jemand ist und nicht weil er etwas getan hat. Liebe ist nicht Teil einer Handelsbeziehung sondern freiwillig. Auf echte Liebe gibt es nur eine echte Antwort: Zu lieben, weil jemand ist. Bei Gott haperst da schon bei vielen. Sie wollen sich den Himmel verdienen – doch Gott schenkt uns seine Kindschaft, wenn wir sie annehmen wollen. Wer jetzt schon Zeit mit Gott verbringen will, der wird es auch in der Ewigkeit tun. Wer Gott so wie er sich offenbart nicht akzeptieren will und keine Zeit mit ihm verbringen und ihn los werden will, der wird auch in der Ewigkeit an einem Ort sein, wo er nicht ist. Diese Menschen könnten sich an der Gegenwart Gottes gar nicht erfreuen.

Die Bibel beschreibt, dass der Mensch dazu geschaffen wurde, dass er mit Gott im Gespräch ist und daraus inspiriert sein Leben gestaltet. Doch der Mensch will selbst bestimmen, was gut für ihn ist. Die ursprüngliche Absicht wurde dadurch verfehlt. Das beschreibt die Bibel mit dem Wort Sünde, welches aus der Bogensprache kommt und Zielverfehlung heisst. Wer mit Gott leben will, der orientiert sich an dem, wie Gott sich den Menschen und das Zusammenleben gedacht hat. Wer nicht mit Gott leben will, geht seinen eigenen Weg. Auf diesem Weg geht Gott dem Menschen nach, um ihn zurückzubringen. Viele empfinden das störend, weil sie sich ohne Gott im Moment recht wohl fühlen oder sich selbst ein Bild von Gott erstellt haben, wie er sein muss. Gott respektiert diese Entscheidungen und lässt den Menschen ziehen, denn bei Gott kann nur der glücklich werden, der Gott, wie er ist, liebt und sich von ihm verändern lässt.

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