Das westliche und muslimische Demokratieverständnis ist total unterschiedlich

Es gab und gibt keinen Staat mit einer muslimischen Mehrheit, in dem die Minderheiten gleichberechtigt behandelt werden. Kritische Analysen von muslimischen Systemen werden im Westen oft abgewürgt mit dem Argument „Den Islam“ gibt es nicht. Tatsächlich vereint der Islam ganz unterschiedliche Kulturen und Völker.

Indonesien und Malaysia waren jahrelang Beispiele, dass Islam, Toleranz und Vielfalt vereinbar seien. Inzwischen werden auch dort die radikalen Vertreter immer prägender und die Übergriffe auf alle, die von der „einzig wahren Richtung“ abweichen, immer häufiger. In Indonesien wurden kurz vor Ostern fünf christliche Kirchen niedergerissen. Auch in anderen Staat häufen sich die Übergriffe von radikalen Muslimen auf Nichtmuslime.

Es gibt historisch und aktuell keinen Staat mit islamischer Bevölkerungsmehrheit mit einer pluralistischen Ordnung, die Nichtmuslime gleich behandelt. Im Gegensatz dazu gewähren westliche Staaten mit einer christlichen Mehrheit Rechtsgleichheit und Religionsfreiheit für jeden einzelnen Menschen.

Im Nahen Osten wird unter Freiheit verstanden, dass jede Religions-Gruppierung nach ihren eigenen Gesetzen leben kann. Das bedeutet eigene Zivilstandsregeln und eigene Bildungssysteme für die eigene Gruppierung. So möchten Muslime auch in der westlichen Welt ihr Leben nach ihren Normen gestalten.

Im Westen regeln die Gesetze gemeinsame Grundsatzregeln. In muslimischen Staaten, muss sich alles der muslimischen Ordnung „der Scharia“ unterstellen. So gelten die Menschenrechte nur solange sie der Scharia nicht widersprechen. So heißt es in der „Erklärung der Menschenrechte im Islam“ im Artikel 25, dass die islamische Scharia die einzige zuständige Quelle für die Auslegung der islamischen Menschenrechte ist. Die Scharia ist die Umsetzung der Aussagen vom Koran und den Hadditen.

Text: Hanspeter Obrist 13.04.2013

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