Das Geheimnis der ruhigen Lage in Tatarstan liegt in der nationalen Mentalität begründet

sagt Farid Salman, der muslimische Glaubenslehrer des gesamtrussischen Muftiats.

Die erste muslimische Nation in Russland waren die Tataren. Deshalb war es von alters her üblich, dass die Predigten im Land, von Kaliningrad bis nach Sachalin, auf Tatarisch gehalten werden. Zuerst auf Tatarisch, anschließend in der offiziellen Sprache des Landes. Inzwischen hat sich infolge der inneren und äußeren Migration die ethnokonfessionelle Komponente der russischen Muslime stark verändert. In Tatarstan habe er bei den Auftritten von Radikalen viele Menschen mit dem schwarzen Banner der Kalifate gesehen – und das waren weder Tataren noch Russen, sondern Tadschiken und Usbeken.

Tadschikistan könnte zum Beispiel schon bald zum Zentrum des radikalen Islams werden. Das Land „flirtet“ bereits mit Katar, dem größten Unterstützer radikaler islamischer Ideen in verschiedensten Ländern der Welt.

Katar hat zum Beispiel Dutzende Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur im Umland von Paris gesteckt. Die Immigranten aus muslimischen Ländern werden in Paris von Predigern aus Katar bearbeitet. Das kann auch Russland drohen, denn Katar wendet große Beträge für die Finanzierung von Lehranstalten und die Ausfuhr salafitischer Literatur nach Europa, wie zum Beispiel Spanien, Italien und Frankreich, auf. Solche Probleme kann Russland nicht alleine lösen.

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