Das Ende Europas

In Europa haben wir es mit einem spirituellen Vakuum zu tun. Es fehlt eine Kirche, die auf der Wahrheit ihrer eigenen Behauptungen beharrt.

Der britische Autor Douglas Murray ist 38 Jahre und hat das Buch  «The Strange Death Of Europe» (der seltsame Tod Europas) herausgebracht.

Der Kontinent, so die These, leide unter niedrigen Geburtenraten, Selbstzweifeln und spiritueller Leere; angesichts von Zuwanderung aus dem muslimischen Raum stehe er vor dem Untergang.

Seine Erfahrung mit Politikern ist, dass diese Leute Entscheidungen, die sie gestern hätten treffen müssen, immer weiter hinausschieben.

In einem Interview mit der Basler Zeitung weist er darauf hin, dass nach dem Ersten Weltkrieg der französische Philosoph Paul Valéry einen grossartigen Essay geschrieben hatte: «Die Krise des Geistes». Wenn wir die Geschichte Babylons oder Roms studierten, so argumentierte er, wüssten wir, was mit uns geschehen würde.

Die Mehrheit der Europäer sieht dies auch so kommen. Umfragen deuten darauf hin, dass er über etwas schreibe, was die Leute sehr wohl sehen und das sie beschäftigt.

Murray behauptet nicht, dass die Politiker vorsätzlich Schaden anrichten. Aber sie sehen, dass sie in der Vergangenheit das Falsche getan haben, und wollen dies nun nicht eingestehen. Politiker enden oft in einer Situation, in der sie permanent sämtliche Risiken kalkulieren. Bevor sie etwas ändern an dem, was sie tun, fragen sie sich erst einmal, was sie erleiden würden, wenn sie damit falsch lägen. Dieser oder jener könnte sie kritisieren, und wenn sie ein falsches Wort sagen, werden sie womöglich als Rassisten dargestellt. Einen anderen Weg einzuschlagen, kann das Ende einer Karriere bedeuten und in manchen Fällen sogar zum Tod führen.

Es wird so getan, als könne man vernünftigerweise nur einer Meinung sein. Und, was vielleicht noch wichtiger ist: All die Probleme, die er in seinem Buch beschreibe, wird Deutschland als letztes Land Europas verstehen. Bevor nicht die totale Katastrophe eintritt, wird Deutschland keine anständige Sprache finden, um überhaupt darüber zu reden. Viele Deutsche würden lieber sterben, als nach ehrlichen Antworten zu suchen. Aber ist es richtig, etwas zu tun, für das die Gesellschaft über Generationen hinweg leiden könnte, nur um eine Woche schlechte Presse zu vermeiden?

Man versuche eine Politik, die völlig verrückt wirkt, als vollkommen vernünftig darzustellen. Murray meint: Was wir brauchen, ist ein geordnetes Verfahren für Asylbewerber. Wer auf dem Schiff kommt, sollte zurückgeschickt werden, ansonsten betreiben wir das Geschäft der Schlepper. Die Welt wandert nach Norden. Er war dieses Jahr in Nigeria. Passanten erzählten ihm, man habe sofort gemerkt, dass nun mehr Leute gingen. Die Auswirkungen von Merkels Politik liessen sich an der schwindenden Zahl junger Männer auf der Strasse ablesen.

In Europa haben wir es mit einem spirituellen Vakuum zu tun. Wem hören sie zu, wenn es um moralische Fragen geht? Solche Stimmen fehlen heute in Europa. Die Kirche hat vor Langem aufgehört, irgendeinen Einfluss auf Politik und Gesellschaft zu nehmen.

Es fehlt eine Kirche, die auf der Wahrheit ihrer eigenen Behauptungen beharrt. In den Achtzigerjahren verkündete der Bischof von Durham, er zweifle an der physischen Auferstehung. Damals war das ein nationaler Skandal und der Mann wurde ausgelacht. Heute wäre das Letzte, was ein anglikanischer Geistlicher in der Öffentlichkeit tun würde, auf der biblischen Version der Auferstehung zu beharren. Die Pfarrer reden nun von sozialer Gerechtigkeit, von Ungleichheit und vielleicht noch darüber, unseren Nächsten zu lieben. Was sie sich noch vor zwanzig Jahren zu sagen getrauten, würden sie jetzt nicht mehr sagen. Ich sehe nicht, wie das Christentum bestehen soll, wenn der Islam die einzige geschützte Religion ist und die einzige, die ihre Prinzipien verteidigt, während alle anderen eine Art Greenpeace mit Gebeten werden.  mehr Informationen

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Ein Gedanke zu „Das Ende Europas“

  1. Der Hinweis auf die Geschichte des Untergangs der antiken Großreiche als Lehrstück ist sehr trefflich … leider auch die Tatsache, dass die Kenntnis derselben als Bildungs-Orden promotet wird während der Bildungseffekt gleich 0 ist.

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