Dank einem Imam fand ich zu Jesus

„Mohammed“ kam durch einen Imam in Kontakt mit einem Christen, studierte das Neue Testament und fand zum Glauben an Jesus.

Er berichtet: Ein Imam kam eines Tages auf mich zu und sagte: «In Algerien gibt es Christen. Wir müssen uns darum bemühen, dass diese wieder zum Islam finden und dass nicht noch mehr Christen werden.» Er schlug mir ein Buch vor, das beweise, dass die Bibel gefälscht sei. Ich begann, dieses Buch, in dem Bibelstellen kommentiert waren, zu lesen. Doch um eine fundierte und differenzierte Debatte führen zu können, war ich der Meinung, dass wir parallel dazu eine Bibel lesen sollten. Das sei gefährlich, meinte der Imam. Doch ich beharrte darauf, worauf er mich an einen Christen verwies und sagte: «Es ist in deiner Verantwortung. Solltest du auf Abwege geraten, will ich nichts damit zu tun haben.»

Von dem Christen erhielt ich ein Neues Testament und ich begann, dessen Inhalte mit dem anderen Buch zu vergleichen. Ich musste feststellen, dass die Kommentare im Buch nicht dem Inhalt der Bibel entsprachen. So fing ich an, mit dem Christen zu debattieren. Wenn dieser Mann über Gott sprach, tönte das so, wie wenn er eine persönliche Beziehung zu Gott hatte. Das war mir fremd. Eines Tages stellte er mir die Frage: «Bist du wirklich und ernsthaft auf der Suche nach Gott?» Diese Frage irritierte mich.

Ich betete: «Gott, zeige mir, wer du bist. Ich möchte dir treu sein, dir nachfolgen, dir gefallen.» Am nächsten Tag traf ich den Mann zufällig. In seinem Beisein konnte ich Jesus Christus in mein Leben aufnehmen. Ich verspürte einen tiefen Frieden, fühlte mich befreit, wie wenn eine schwere Last von mir abfiel. Ich sagte zu Gott: «Hilf mir, dass ich dazu beitragen kann, damit auch andere Menschen diesen Frieden finden

Meine Familie meinte: «Jetzt hast du eine Schraube locker, du musst zum Psychiater.» Sie liessen den Imam kommen, ihm folgten zwei weitere Imame. Sie rezitierten vor mir Koranverse. Ich sagte ihnen: «Ihr könnt euer ganzes Leben lang den Koran rezitieren. Denjenigen, der in mein Herz kam, werde ich den Rest meines Lebens in meinem Herzen behalten.» Der Imam schlug vor, mich von zuhause zu verbannen. Doch ich ging freiwillig, suchte mir am neuen Ort einen Job und lernte auch meine zukünftige Frau kennen.

Ich wollte Gottes Liebe zu uns Menschen bekannt machen und kam mit Glaubensgeschwistern in Kontakt, die dasselbe Anliegen hatten. In einer christlichen Satelliten-TV-Sendung konnten wir unsere Telefonnummer einblenden. Manchmal bekamen wir daraufhin monatlich bis zu 500 Telefonanrufe von interessierten Landsleuten, die Gespräche, Gebete oder eine Bibel wünschten. Wir fingen an, diese Menschen zu betreuen und sie mit Christen in ihrer Nähe zu vernetzen. So entstanden Hausgemeinden im ganzen Land.

Im Jahr 2006 haben unsere Behörden landesweit alle Gottesdienste verboten. Auch die Verbreitung des christlichen Glaubens kann bestraft werden. Wer sich nicht daran hält, riskiert eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Busse von 5’500 Franken (5’000 Euro). Das entspricht dem 15-fachen eines durchschnittlichen Monatslohnes. Ich war deswegen schon mehrmals vor Gericht und im Gefängnis.

Die Polizei hat bei uns 500 Bibeln entdeckt und uns deswegen verhaftet. Unsere Festnahme verbreitete sich wie ein Lauffeuer in den umliegenden Polizeirevieren. Die Beamten wussten nicht, dass es algerische Christen gibt. Neugierig besuchten sie uns, stellten uns Tag und Nacht Fragen. Vor Gericht las der Richter uns die Anklageschrift vor: «Die Polizei hat bei Ihnen sechs Bibeln konfisziert.» Nur sechs Bibeln? Es scheint, dass die restlichen 494 Bibeln bei all den Polizisten auf Anklang gestossen waren! Wir kamen frei, doch die Behörden beschlagnahmten daraufhin unsere Wohnung und wir mussten uns andernorts eine neue Existenz aufbauen.  mehr Informationen

Vergleiche Mario Joseph. Er war Imam und fand durch den Koran zum Glauben an Jesus.

Jesus im Koran

Siehe Beitrag: Wer ist Jesus – Isa – im Islam

Was muss man tun, um eine Beziehung zu Gott aufzubauen?

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