Christen im Norden Nigerias kündigten eine Massenflucht an

Angesichts der Gewalt haben die überwiegend christlichen Ibo, eine nigerianische Bevölkerungsgruppe, die Flucht von drei Millionen Mitgliedern aus dem Bundesstaat Kano im Norden Nigerias angekündigt.

Am 1. Januar 2012 gab die Sekte „Boko Haram“ den Christen im Norden des Landes drei Tage Zeit, in den südlichen Teil Nigerias zu fliehen. Sie kündigte an, nach Ablauf der Frist Christen gezielt anzugreifen. Seither gab es mehrere Anschläge gegen Christen. In den letzten vier Wochen sind mehrere zehntausend Christen aus dem Norden des Landes geflohen. Der Terror in Nordnigeria gegen Christen und Polizisten eskaliert immer mehr.

Der Name „Boko Haram“ bedeutet so viel wie „westliche Bildung verboten“. Gemeint ist damit jede abendländische Kultur, das Christentum eingeschlossen. Die Sekte machte erstmals im Jahr 2004 von sich reden, als sie an der Grenze zum nördlichen Nachbarland Niger ein Trainingslager namens „Afghanistan“ einrichtete und gezielt junge Männer rekrutierte. Das Ziel der Sekte ist es, im Norden Nigerias einen islamischen Staat zu schaffen und die Scharia, das islamische Recht, einzuführen. Das Mittel zu diesem Zweck ist der Terrorismus.

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