China zerstört Kirchen

Chinesische Polizeibeamte zerstörten in der zweiten Januarwoche 2018 eine der größten evangelikalen Kirchen des Landes und benutzten schwere Maschinen und Dynamit, um das Gebäude zu zerstören, in der mehr als 50.000 Christen ihren Glauben praktizierten.

 

 

Die Golden Lampstand Church (Bild 2009) in der Provinz Shanxi war eine von mindestens zwei christlichen Kirchen, die von den Behörden abgerissen wurden. Dies ist ein Teil dessen, was Kritiker als eine „nationale Anstrengung zur Regulierung des geistlichen Lebens in China“ bezeichnen.

Die langjährige Angst der Kommunistischen Partei ist, dass das Christentum eine westliche Philosophie ist und eine Bedrohung für die Autorität der Partei darstellt.

Global Times, eine staatliche Zeitung, beschrieb die Zerstörung des Gebäudes als Teil einer „stadtweiten Kampagne zur Beseitigung illegaler Gebäude“ und zitierte einen nicht identifizierten Beamten mit der Aussage, die Kirche sei „heimlich“ ohne ordnungsgemäße Genehmigung gebaut worden (was ja bei einer registrierten Körperschaft normal ist) und zunächst als Lagerhaus getarnt worden.

„Die wiederholte Verfolgung der Golden Lampstand Church zeigt, dass die chinesische Regierung die Religionsfreiheit und die Menschenrechte nicht respektiert„, sagte Bob Fu, der Gründer der Gruppe.

Am 27. Dezember zerstörten die Behörden auch eine katholische Kirche in der Provinz Shaanxi, südwestlich der Provinz Shanxi. Sie zerstörten einen Altar und konfiszierten Gewänder, so ChinaAid.

Mehr als 60 Millionen Christen leben in China, von denen mindestens die Hälfte nicht registrierten Kirchen angehören, da eine Registrierung eine Einmischung der Regierung in innere Angelegenheiten mit sich bringt.  mehr Informationen

China ist im Weltverfolgungsindex auf Rang 43.

Das neue Gesetz, welches das Schalten und Walten von Nichtregierungsorganisationen regelt, und die religiösen Bestimmungen, die verabschiedet werden, lassen Befürchtungen aufkommen, dass die Überwachung, speziell der Christen, wieder zunehmen wird. Sie gelten als die zentralste Gruppe, die sich nach dem Dafürhalten der Regierung der staatlichen Kontrolle entzieht.

In China ist es die kommunistische Ideologie, die hauptsächlich für die Unterdrückung der Christen sorgt.

Zu Beginn der 1970-er Jahre zählten Chinas Christen etwa eine halbe Million Gläubige. Diese Zahl explodierte während der 80-er Jahre, als sich vor allem auf dem Land Scharen von Menschen dem Christentum zuwandten, was heute als die größte Erweckung bezeichnet wird, welche die Welt jemals gesehen hat. Mit dem Resultat, dass in China aktuell gegen 50 Millionen Christen leben.

Die Zeiten, als man Christen um jeden Preis ausrotten wollte, sind vorbei. Die neuen Machthaber tendieren eher dazu, sich ihrer zu bedienen, was sich an der strengen Überwachung und Kontrolle zeigt.

Beispiele der Verfolgung

14. April 2016: Ding Cuimei und ihr Ehemann wehren sich in der Provinz Henan gegen die Schließung einer Kirche in Zhumadian. Mit einem Bulldozer wird die Christin daraufhin in den Boden gestampft, wo sie elendiglich erstickt.

18. Juli 2016: In Foshan in der Provinz Guandong wird die Kirche angegriffen, Strom und Wasser abgestellt, das vorhandene Geld und 19’000 Stück christlicher Literatur gestohlen. Bereits im Februar des gleichen Jahres wurde der Priester der Kirche verhaftet.

18. Juli 2016: Gemäß der Quellen einer Untersuchung durch Christen, dass 20 Christen gesetzwidrig in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wurden, einige Kirchen ganz zerstört und 1800 weitere gezwungen wurden, das weithin sichtbare Kreuz auf dem Kirchendach zu entfernen.

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