Archiv der Kategorie: 4 Israel – Naher Osten

Unzählbare Feste doch nur drei gesetzliche Feiertage in Israel

Aus aller Welt pilgern Leute zu den religiösen Festen nach Israel. Doch in Israel selbst gibt es nur drei gesetzliche Feiertage: Den Holocaust-Gedenktag, den Gedenktag für die gefallenen Soldaten und einen Tag später der Unabhängigkeitstag.

Jeder feiert, wie seine Feste gerade fallen. Man kennt nicht einmal einen einheitlichen wöchentlichen Ruhetag. Jede Region nimmt aber Rücksicht auf die lokale Bevölkerung. Auch im säkularen Tel Aviv Unzählbare Feste doch nur drei gesetzliche Feiertage in Israel weiterlesen

Eskalation vor dem Eurovision Song Contest

Update 6.Mai 7 Uhr: Die Militärbehörden verkünden die Rückkehr zur Routine. Ein Waffenstillstandsabkommen mit der Hamas wurde erzielt.

Offenbar konnte die Hamas Israels Premierminister Benjamin Netanjahu mit Gewalt Zugeständnisse abringen. Laut Berichten aus Gaza sollen  die Wiederaufnahme von Barzahlungen, Treibstofflieferungen und anderen Zugeständnissen gemacht worden sein. Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri prahlte, seiner Organisation sei es gelungen, Israels Militär abzuschrecken und zu demütigen. „Unsere Botschaft ist, dass diese Runde vielleicht vorbei sein mag, aber der Konflikt weitergeht, bis wir alle unsere Rechte erhalten.“ Insgesamt 31 Palästinenser sollen laut dem Gesundheitsministerium in Gaza am Wochenende ihr Leben verloren haben, davon elf Kämpfer der Islamisten.

Israel erlebte Anfangs Mai den massivsten Raketenangriff seit dem Gazakrieg im Sommer 2014. Es wurden 690 Raketen aus dem Gazastreifen abgefeuert. Vier israelische Zivilisten wurden durch Raketeneinschläge getötet. 240 mal kam der Iron Dom zum Einsatz. Israel zerstörte im Gegenschlag in Gaza 350 Ziele, inklusive einem Terrortunnel, der schon bis nach Israel reichte.

Der Anführer der Hamas sagte nach zwei Tagen schweren Raketenbeschusses aus Gaza und israelischen Gegenschlägen, seine Gruppe sei „nicht an einem neuen Krieg interessiert“. Ismail Haniyeh sagte am späten Sonntag in einer Erklärung, dass die militante Gruppe bereit sei, „in den Zustand der Ruhe zurückzukehren“, wenn Israel seine Angriffe stoppt.

Am 9. Mai feiert Israel seinen Unabhängikeitstag und ab dem 14. Mai findet der Eurovision Song Contest statt (Di 14. Mai  / Do 16. Mai / Sa 18. Mai Finale, jeweils 21 Uhr MEZ).

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Was wir aus dem Holocaust lernen sollten

Yom HaSchoah: 2019, beginnt mit Sonnenuntergang Mittwoch 1. Mai

Dennis Prager, ein jüdischer Autor aus Los Angeles, zeigte einen völlig neuen Ansatz auf, über den Holocaust nachzudenken, als er anlässlich der Holocaust-Konferenz 1991 in Berlin schrieb: „Im Judentum aber kann man nicht im Namen eines anderen vergeben. Nur derjenige, der verletzt wurde, kann vergeben. Wenn jemand meinem Freund etwas Böses zufügt, darf nicht etwa ich an seiner Stelle dem Übeltäter verzeihen. Deshalb kann kein Jude den Deutschen im Namen der von den Nazis Ermordeten vergeben. … Das Thema der Vergebung ist kein Thema für Was wir aus dem Holocaust lernen sollten weiterlesen

Exodus junger Juden aus Deutschland

„Ich glaube, dass junge Juden hier keine Zukunft haben.“ Sagt die 46-Jährige Evelyn Mende in der Zeitschrift „Die Welt“ vom 27.4.19.

Die Geschichte des 16-Jährigen Liam Rückert aus dem Berliner Bezirk Spandau hatte vor einem Jahr bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt, weil Liam wegen seiner jüdischen Herkunft von Mitschülern bedroht und gemobbt wurde. Dank Auswanderung mit Naale entkam er den Quälereien seiner Mitschüler.

Naale ist die hebräische Kurzform für „Jugendliche immigrieren vor ihren Eltern“. Weltweit wandern jedes Jahr etwa 700 junge Juden mit Naale nach Israel aus, Tendenz steigend. Aus Deutschland kamen 2018 knapp 50 junge Juden nach Israel.

Ich habe total Angst vor dem muslimischen Antisemitismus“, sagt Evelyn Mende. „Ich kann nicht einschätzen, wie schlimm das noch wird.“ Viele der jüngsten antisemitischen Übergriffe in Berlin sind auch in israelischen Medien thematisiert worden. Exodus junger Juden aus Deutschland weiterlesen

Wiedererstehung vom Traum des islamischen Kalifats

Im letzten Monat veröffentlichte der Oberste Führer der Islamischen Republik, Ali Khamenei, sein Manifest zum „Aufbau der neuen islamischen Zivilisation in den nächsten vier Jahrzehnten“.

Khameneis Argumentation spiegelt die Analyse wider, die der verstorbene sudanesische Islamist Hassan al-Turabi auf seinem ersten „Popular Arab and Islamic Congress“ (PAIC) vornahm, den er im April 1991 in Khartoum präsidierte, schreibt Amir Taheri auf aawsat.com.

Das Manifest basiert auf der Annahme, dass die ursprüngliche islamische Zivilisation, die während des Kalifats von Ali ibn Abi Talib in Medina und später in Kufa in voller Pracht glänzte, fast vollständig von inneren und äußeren Feinden zerstört wurde und daher vollständig neu aufgebaut werden muss.

Es mag ein Zufall sein, dass das Manifest von Khamenei fast genau 28 Jahre nach dem Treffen von Khartoum veröffentlicht wurde, an dem über 500 führende islamistische Theoretiker und Aktivisten aus der ganzen Welt teilnahmen. Die Männer, die sich bei PAIC versammelten, hatten eine Frist von 30 Jahren festgelegt, damit ihr Traum verwirklicht werden sollte, die Welt gemäß ihrer Vision vom Islam neu zu gestalten.

Das PAIC-Programm enthielt ehrgeizige Ziele, darunter die Eliminierung Israels, den Zusammenbruch der Vereinigten Staaten nach dem Zerfall des Sowjetimperiums und die Einrichtung „wahrhaft islamischer“ Regime in allen 57 Ländern, in denen damals der Islam eine Mehrheitsreligion war. Wiedererstehung vom Traum des islamischen Kalifats weiterlesen

Seit Tagen stehen die Räder in Assads Gebiet still

Das Benzin ist so knapp geworden, dass es streng rationiert wird. Der Grund: Über Jahre hielt der Iran seinen Alliierten in Damaskus mit großzügigen Krediten über Wasser. Nun ist damit Schluss.

Seit Monaten kommen keine iranischen Tanker mehr in syrischen Häfen an. Und die eigenen Vorräte sind längst aufgebraucht. Die syrischen Ölfelder stehen unter Kontrolle der kurdischen PYD. Die verkauft zwar weiterhin Öl an Damaskus, nur haben syrische Rebellen, die die Transitwege kontrollieren, begonnen, den Transport zu unterbinden. Seit Tagen stehen die Räder in Assads Gebiet still weiterlesen

Das samaritanische Passahfest

Die winzige samaritanische Gemeinde feiert das Passahfest an ihrem heiligsten Ort – dem Mount Gerizim, mit Blick auf die Stadt Nablus im Westjordanland.

Bei der Abenddämmerung rezitierten Hunderte von Gläubigen gemeinsam Gebete.

Während Juden am Passahfest keine Opferlämmer mehr haben, halten die Samariter die Tradition auf ihrem heiligen Berg aufrecht.

Mit vielen weißen Zeremonienkleidern und roten Fez-Hüten opferten die Samaritaner im Jahr 2019 am 18. April rund 60 Schafe und brieten sie entsprechend dem im Exodus-Buch beschriebenen Verfahren. Das samaritanische Passahfest weiterlesen

Pessach / Passah – Die Befreiung

Passah (vorübergehen) ist das erste von Gott verordnete Fest im ersten Monat des biblischen Kalenders (14. Nissan). Gott selbst bestimmte diesen Monat als den ersten im biblischen Jahr (2.Mose 12,2). Der Engel des Herrn ging in Ägypten an den Häusern der Israeliten vorüber und verschonte ihre Erstgeburt. Nur wer Gottes Wort vertraute, ein Lamm schlachtete und das Blut an den Türpfosten strich, wurde verschont. Beim Passah wird an den Auszug der Israeliten aus der Knechtschaft Ägyptens, aus dem Tod in die Freiheit und in das Leben mit Gott gedacht. Juden feiern das Passahfest so, als wären sie selbst in der ersten Passahnacht dabei gewesen. Das Passahfest ist der Geburtstag von Israel als Nation. Gott selbst bezeichnet sich über 100 Mal in der Bibel als Pessach / Passah – Die Befreiung weiterlesen

Pessach Haggada

Liturgie zu einer messianischen Sederfeier (2019:  Abends 19. April)

Das Passahfest wird eröffnet durch die Sederfeier am 14. Nissan. Die Liturgie der Sederfeier wird Haggada genannt und bedeutet «Nacherzählung». Die Geschichte vom Auszug aus Ägypten soll nacherzählt werden, so dass in der Sederfeier Gottes Taten nochmals «gesehen», «gehört», «gerochen», «geschmeckt» und «gefühlt» werden. Es gibt heute unzählige Versionen der Haggada. Nahezu jede Familie entwickelte ihre eigene Tradition. Diese Haggada orientiert sich an einer Haggada, die Pessach Haggada weiterlesen

Israel: Medien Wunsch und Wirklichkeit

Die Medien hatten bereits den Neuling in der Politik Benny Gantz als Sieger der Wahlen 2019 erklärt. Er hat auch schon eine Rede gehalten und dann kam die Überraschung, nicht er sondern Benjamin Netanjahu ist der eigentliche Sieger.

Die offene Frage ist, ob Netanjahu eine grosse Koalition oder mit den kleinen Parteien eine Mehrheit bilden will. Gemeinsam mit möglichen Koalitionspartnern könnte das rechte Lager rund 65 der 120 Knesset-Sitze erhalten. Israel: Medien Wunsch und Wirklichkeit weiterlesen

älteste künstlerische Abbildung vom Chanukkaleuchter

Archäologen haben nahe Be’er Scheva in der Negev-Wüste die Überreste einer rund 2.000 Jahre alten jüdischen Ortschaft entdeckt. Unter anderem fanden sie die Scherbe einer Öllampe, auf der ein jüdischer Leuchter abgebildet ist. „Das ist wahrscheinlich eine der frühesten künstlerischen Abbildungen eines solchen neunarmigen Leuchters, die bisher entdeckt wurde“, erklärte der Archäologe Daniel Varga. älteste künstlerische Abbildung vom Chanukkaleuchter weiterlesen

Die Nacht der Himmelfahrt Mohammeds

27. Tag vom Monat Radschab: 2018: Mittwoch 3. April (Beginnt am Vorabend, also Dienstag)

In der vorangehenden Nacht erinnern sich Muslime an die nächtliche Himmelfahrt Mohammeds. In Sure 17,1 steht: „Gepriesen sei der, der mit seinem Diener bei Nacht von der heiligen Kultstätte nach der fernen Kultstätte, deren Umgebung wir gesegnet haben, reiste, um ihn etwas von unseren Zeichen sehen zu lassen!“

Die Nachtreise des Propheten
Die islamischen Gelehrten sind sich darüber einig, dass die Nachtreise des Propheten Die Nacht der Himmelfahrt Mohammeds weiterlesen

Millionen-Marsch in Gaza

Update 5.4.19: Die palästinensische Zeitung al-Quds berichtete am Mittwoch 3.4.19, dass militante Truppen im Gazastreifen, die von der Hamas und dem Islamischem Dschihad dominiert werden, ihren Mitgliedern befohlen hätten, jeglichen Feuerbomben-Beschuss auf israelische Gemeinden auf der gegenüberliegenden Seite der Grenze einzustellen. Alle Hamas- und Islamic-Jihad-Mitglieder wurden außerdem aufgefordert, ihre nächtlichen Unruhen entlang des Gaza-Grenzzauns zu beenden und den Einsatz von Sprengstoff bei Unruhen entlang der Grenze zu stoppen, wie es in dem Bericht heißt. Diese neuen Richtlinien stehen im Einklang mit den unter ägyptischer Vermittlung mit Israel erzielten Vereinbarungen.“

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Raketen-Angriff auf Israel aus Gaza

Donnerstag 28.3.19: Die Hamas ordnet an, dass alle Schulen in Gaza am Samstag geschlossen sein müssen, damit die Kinder an den Massenunruhen an der Grenze zu Gaza teilnehmen können.

Brandballons von Gaza fliegen nach Israel. Israel griff ein iranisches Raketenlager in Aleppo Syrien an.

Mittwoch 27.3.19: Die Schulen sind in Südisrael wieder ganz normal in Betrieb. Das ist ein Inditz, dass kein grösserer Schlagabtausch zu erwarten ist. Ägypten bemüht sich um eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas – jedoch bisher ohne Erfolg. Raketen fliegen aus dem Gazastreifen auf israelisches Gebiet und Israels Luftwaffe bombardiert Ziele in Gaza. Nach neuen Angriffen militanter Palästinenser auf Israels Grenzgebiet attackierte die israelische Luftwaffe am Dienstagabend wieder Ziele in dem Palästinensergebiet am Mittelmeer. Israels Armee teilte mit, es seien mehrere Hamas-Einrichtungen getroffen worden. In der Küstenstadt Aschkelon haben die Alarmsirenen geheult. Es sei erneut eine Rakete aus dem Gazastreifen abgefeuert worden. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurde das Geschoss von Israels Raketenabwehr Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen.
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Demonstrationen gegen Hamas

Viele sehen in den palästinensischen Protesten gegen die Hamas bereits Vorboten eines „Arabischen Frühlings“ im Gaza-Streifen. Doch dieser Frühling könnte auch in einen tiefen Winter umschlagen.

Wir wollen leben (arabisch bidna naish) nennt sich die Jugendbewegung, die hinter den Demonstrationen in Gaza steht und von weiten Teilen der Bevölkerung und Fraktionen der PLO unterstützt wird. Was für ein kraftvolles Motto, was für ein fundamentaler Gegensatz zum „Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod“ der Jihadisten.  Demonstrationen gegen Hamas weiterlesen