Archiv der Kategorie: Texte Hanspeter

Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen

Kannst Du Dir vorstellen wie sich ein Putzteam fühlt, wenn kurz nachdem die Arbeit beendet ist, jemand mit dreckigen Gummistiefeln kommt und durch das ganze Haus läuft? Für mich ist das ein Bild geworden, wie sich wohl Gott fühlen muss, wenn Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen weiterlesen

Juden kennen keine stellvertretende Vergebung

1410 Israel Obrist (198)Dennis Prager, ein jüdischer Autor aus Los Angeles, zeigte einen völlig neuen Ansatz auf, über den Holocaust nachzudenken, als er anlässlich der Holocaust-Konferenz 1991 in Berlin schrieb: „Im Judentum aber kann man nicht im Namen eines anderen vergeben. Nur derjenige, der Juden kennen keine stellvertretende Vergebung weiterlesen

Die Vision von Jesus

Jesus legt in der Bergpredigt einen neuen Fokus. Er will sein Reich nicht mit den Starken bauen, sondern das Augenmerk auf die Schwachen legen. Er hebt die Not nicht auf, sondern gibt darin Hoffnung. Er unterwirft nicht mit Macht, sondern wirbt in Liebe.

Die Seligpreisung von Jesus erscheint ein Paradox zu sein. Nicht die Not hört auf, aber man ist in ihr gesegnet. Es geht nicht um gesellschaftliche Stellungen, sondern um Einstellungen. Jesus fordert seine Zuhörer auf, den Blick nicht auf die Starken, sondern auf die Schwachen zu richten.

Das Leben auf der Erde ist nicht das Ziel, sondern eine Vorbereitung für die Ewigkeit. Das Reich von Jesus gibt jedem wieder Hoffnung und eine Zukunft, auch wenn eine unmittelbare Veränderung noch ausbleibt. Die Vision von Jesus weiterlesen

Ohne Ende

Wenn Du ein spannendes Buch bekommst, wo beginnst Du dann mit Lesen? Liest Du zuerst den Buchdeckel, das Inhaltsverzeichnis oder beginnst Du auf der ersten Seite? Einige Leute haben die Eigenart, immer zuerst den Schluss eines Buches zu lesen. Erst wenn sie wissen, wie die ganze Geschichte ausgeht, lesen sie, wie es zu diesem Ausgang gekommen ist. Wenn wir die Geschichte vom barmherzigen Vater und seinen beiden Söhnen betrachten, stellen wir fest, dass bei dieser Geschichte ein eigentlicher Schluss fehlt. Wir lesen nichts von einem Happy-End. Wie denkst Du, dass diese Geschichte ausgehen müsste?

Das offene Ende der Geschichte
Warum hat Jesus diese Geschichte nicht zu Ende erzählt? Was bedeutet der fehlende Schluss? Ohne Ende weiterlesen

Gottes Reichtum

Was bringt es mir, wenn ich ganzen Einsatz leiste für den himmlischen Vater?“ Diese Gedanken schwirren im Kopf des älteren Sohnes umher. „Ist das gerecht, wenn mein Bruder, der so untreu war und allen Besitz von meinem Vater verschleudert hat, so herzlich aufgenommen wird und man ihm zu Ehren ein Fest feiert? Ich verstehe den himmlischen Vater nicht mehr.“

Vielleicht kennst Du diese Gedanken gegenüber Gott auch. Andere werden von Gott reich gesegnet und zwischen Deinen Fingern scheint alles zu verrinnen. Warum musste gerade ich den Job verlieren? Warum sind gerade meine Kinder so schwierig? Warum bin ich krank? Was bringt mir der Glaube an Gott? Was haben wir davon, wenn wir Gott vertrauen und alles für ihn einsetzen?

Wie schnell erwarten wir von Gott, dass er uns alles gibt, was sich unser Herz wünscht. Am liebsten hätten wir, wenn uns der rote Teppich ausgelegt würde. Wir haben unsere Vorstellungen, wie alles ablaufen sollte. Genauso ist es auch beim älteren Sohn. Doch Gottes Gedanken sind oft anders als unsere. Und nachdem der ältere Sohn seinen ganzen Frust herausgelassen hat, will der Vater ihm die Augen öffnen für seine Wirklichkeit. Der himmlische Vater sagt zu seinem älteren Sohn: „Mein Kind, du bist immer bei mir. Was ich habe, gehört auch dir. Darum komm, wir haben allen Grund zu feiern. Denn dein Bruder war für uns tot, jetzt hat für ihn ein neues Leben begonnen. Er war verloren, jetzt hat er zurückgefunden!“ (Lukas 15,31-32) Der erste Satz des Vaters ist für mich der Höhepunkt dieser Begegnung: „Mein Kind, du bist immer bei mir.“ Gottes Reichtum weiterlesen

Beziehungskiller

bruderDer ältere Sohn antwortete seinem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir, und niemals habe ich ein Gebot von dir übertreten; und mir hast du niemals ein Böcklein gegeben, damit ich mit meinen Freunden hätte feiern können. Jetzt wo dein Sohn zurückgekehrt ist, der alles bei den Huren verschwendet hat, feierst du gleich ein Fest und lässt sogar das Mastkalb schlachten (Lukas 15,29-30).

In der Begebenheit vom barmherzigen Vater und seinem älteren Sohn entdecken wir einige wichtige Beziehungskiller.

Selbstbezogenheit
Der ältere Sohn sagt: Beziehungskiller weiterlesen

Barmherzigkeit sucht Hartherzigkeit

Nun kommt die Geschichte, die wir miteinander betrachten, auf den Höhepunkt. Hier sehen wir die volle Offenbarung der Liebe Gottes. Dass Gott die zerbrochenen Herzen liebt, sahen wir am Beispiel des jüngeren Sohnes. Wie der Vater seinem jüngeren Sohn begegnet ist, lässt uns über Gottes Barmherzigkeit staunen. Doch heute betrachten wir noch etwas viel Seltsameres: Gott liebt sogar die harten und selbstgerechten Menschen. Barmherzigkeit sucht Hartherzigkeit weiterlesen