Archiv der Kategorie: Diverses

Jesus aus jüdischer Sicht

Immer wieder gibt es Aufruhr oder Widerstand, wenn Juden glauben, dass Jesus der jüdische Messias ist. Weshalb? Wir nehmen das jüdische Weltbild unter die Lupe und betrachten biblische Geschichten und den eigenen Glauben aus einer anderen Perspektive.

Das Judentum hat andere Schwerpunkte als das Christentum. Durch die Beleuchtung beider Seiten können wir die Konfliktpunkte zurzeit von Jesus besser verstehen.

Bis heute Jesus aus jüdischer Sicht weiterlesen

Aussergewöhnliche Israelreisen

Vielleicht kennt jemand Personen, die noch an der Israel Erlebnistour teilnehmen möchten.

Wichtig ist, dass man sich für die Herbstreise 2015 so schnell wie möglich bei Surprise meldet, da die Reise jetzt gebucht werden muss. Mi 14.10.15 – So 25.10.15 CHF 2‘455.- https://www.surprise-reisen.ch/israel-rundreise-herbst.html Telefon 0041 (0)71 414 50 80, E-Mail info@surprise-reisen.ch

Details zur Erlebnistour
Aus neuen Perspektiven den Glauben und das Land der Bibel entdecken. Vor Ort entschlüsseln sich oft unbeachtete Zusammenhänge. Aussergewöhnliche Israelreisen weiterlesen

Tag der Begegnung – Samstag, 30. Mai 2015

Wie kommt es, dass jemand aus einem kommunistischen Land Gottes Stimme hört?

Vielleicht kennst du jemanden, der sich für die aktuelle Situation in Albanien interessiert.

KoliEster

Ester und Koli Puka aus Shkodra haben wir auf unserer Wanderung zu Fuss nach Jerusalem kennen gelernt (http://baseljerusalem.info/29-shkodra-versinkt-im-wasser). Sie sind seit heute bei uns zu Gast und berichten am Samstag von ihrer Gemeinde und der improvisierten Krankenstation für die Ärmsten.

Wir freuen uns über jeden spontanen Besuch.
Hanspeter & Annemarie Obrist

Link zu Video Shkodra https://youtu.be/NRuLVmknQiM

 

Aktuell auf Israel-Rundreise

Israelreise-bSo 3. – Do 14. Mai 2015 IsraelDie Erlebnistour – Surprise
CH: http://www.surprise-reisen.ch/israel-rundreise-fruehling.html
D: http://www.erf.de/service/reisen/48-16536?range=detailDataset

 

Mi 14. – So 25. Oktober 2015 IsraelDie Erlebnistour – Surprise – ab CHF 2’455.- Freizeitleitung: Hanspeter Obrist
CH: http://www.surprise-reisen.ch/israel-rundreise-herbst.html

Link zu den Bildern von den Reisen: https://www.flickr.com/photos/obrist-impulse/sets/72157650431715042/

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Reise-Tipps-Israel für Individual-Reisende

Unterkünfte Israel

Individuelle Reisen auf Anfragen.

Israel – Die Erlebnistour

Israelreise-bSo 3. – Do 14. Mai 2015 IsraelDie Erlebnistour – Surprise – ab CHF 2’495.– / ab € 2’265.– Freizeitleitung: Hanspeter Obrist

Bis jetzt noch unter 20 Teilnehmer! = flexibel und mehr Erlebnisse

CH: http://www.surprise-reisen.ch/israel-rundreise-fruehling.html
D: http://www.erf.de/service/reisen/48-16536?range=detailDataset

Mi 14. – So 25. Oktober 2015 IsraelDie Erlebnistour – Surprise – ab CHF 2’455.- Freizeitleitung: Hanspeter Obrist
CH: http://www.surprise-reisen.ch/israel-rundreise-herbst.html

Link zu den Bildern von der Reise: https://www.flickr.com/photos/obrist-impulse/sets/72157650431715042/

Ich bin unterwegs

Israelreise-bMo 13. – Fr 24. Oktober 2014
IsraelDie Erlebnistour 

 

So 3. – Do 14. Mai 2015   IsraelDie Erlebnistour – Surprise – ab CHF 2’495.– / ab € 1’995.– Freizeitleitung: Hanspeter Obrist
CH: http://www.surprise-reisen.ch/israel-rundreise-fruehling.html
D: http://www.erf.de/service/reisen/48-16536?range=detailDataset

Mi 14. – So 25. Oktober 2015   IsraelDie Erlebnistour – Surprise – ab CHF 2’455.- Freizeitleitung: Hanspeter Obrist
CH: http://www.surprise-reisen.ch/israel-rundreise-herbst.html

Reise-Tipps-Israel für Individual-Reisende

Unterkünfte Israel

Individuelle Reisen auf Anfragen.

Israelis und Palästinenser unterscheiden sich stark in ihrer Einstellung zu einer friedlichen Lösung ihres Konflikts

Israelis glauben grundsätzlich daran, dass ein Weg für einen unabhängigen Palästinenserstaat, der mit ihrem Land friedlich koexistiert, gefunden werden kann.

Palästinenser ihrerseits glauben überwiegend nicht an diese Möglichkeit. Eine Mehrheit glaubt, dass der bewaffneter Kampf anstelle von Verhandlungen oder gewaltfreier Widerstand der beste Weg sei, um die Eigenstaatlichkeit zu erreichen.

Das sind die Schlüsselergebnisse einer neuen Umfrage des Pew Research Center.

Die Hälfte der Israelis denkt, dass die Gründung eines Palästinenserstaates der friedlich mit Israel koexistiert, möglich ist, während 38% dies verneinen und 9% nicht sicher sind.

Palästinenser sind viel weniger optimistisch; 61% glauben nicht, dass Israel und unabhängiger Palästinenserstaat friedlich koexistieren können, während 14% daran glauben und 22% nicht sicher sind.

Israelische Araber sagen eher als Juden, dass eine solche Koexistenz möglich sei; 75% der Araber in Israel sagen, dass sei der Fall, verglichen mit 46% den israelischen Juden.

Palästinenser sagen eher, dass der bewaffnete Kampf der beste Weg für ihr Volk sei, um die Eigenstaatlichkeit zu erreichen, statt, dass Verhandlungen oder gewaltloser Widerstand die beste Aussicht auf die Gründung eines Palästinenserstaates darstelle (jeweils 15%).

Auf die Frage, ob arabische Länder dem palästinensischen Volk zu viel, zu wenig oder genug zur Erlangung der Eigenstaatlichkeit helfen, antworten Dreiviertel in den Palästinensergebieten, dass sie zu wenig helfen würden, 16% sagen, die Hilfe sei ausreichend und 5% glauben, dass die arabischen Länder zu viel machten.

Der Islamische Jihad und die Hamas erhalten unter den Palästinensern tiefere Bewertungen als die Fatah. Trotzdem bewertet eine Mehrheit (56%) den Islamischen Jihad positiv, während ungefähr ein Drittel (35%) eine negative Meinung von der militanten Organisation hat.

Die Ansichten zur Hamas sind gemischter; 48% der Palästinenser sehen die extremistische Gruppe positiv und 45% sagen, sie hätten negative Ansicht zur Hamas.

Die Ansichten zur Hamas und dem Islamischen Jihad variieren nicht signifikant zwischen dem Westjordanland und Gaza oder zwischen verschiedenen demographischen Gruppen.

Unter den israelischen Juden sind jene, die sich als säkular bezeichnen, deutlich kritischer gegenüber dem kontinuierlichen Siedlungsbau als solche, die sich als traditionell, religiös oder ultra-orthodox beschreiben.

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Türkei: 29 Twitter-Nutzer festgenommen, weil sie verräterische Informationen verbreitet haben sollen

Die türkischen Behörden haben bisher 29 Twitter-Nutzer festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, verräterische Informationen verbreitet zu haben. In Istanbul strömten wieder tausende Menschen auf die Strasse.

Die meisten Teilnehmer an den landesweiten Demonstrationen in der Türkei sind einer Internet-Umfrage zufolge jung, unorganisiert und wütend auf Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan.

Zu den wichtigsten Gründen, auf die Strasse zu gehen, gehörten den Angaben nach Erdogans autoritärer Regierungsstil (92,4 Prozent), die Polizeigewalt (91,3 Prozent), der Angriff auf demokratische Rechte (91,1 Prozent) und das Schweigen der türkischen Medien (84,2 Prozent). Die geplante Abholzung von Bäumen im Istanbuler Gezi-Park war für (56,2 Prozent) ein wichtiger Anlass zum Protest.

Erdogan hatte die Demonstranten als «Vandalen» bezeichnet und sich überzeugt gezeigt, der Protest werde bis zu seiner Heimkehr am Donnerstag abgeebbt sein.

In Ankara und Istanbul setzten die Sicherheitskräfte ungeachtet der internationalen Kritik abermals Wasserwerfer und Tränengas ein. Landesweit wurden während der Proteste zwei Menschen getötet und mindestens 2000 verletzt. Die Regierung in Ankara gibt die Zahl der Verletzten mit etwa 300 an.   mehr Informationen

Hier ein Bericht aus Facebook von Christine Barth: FÜR MEINE DEUTSCHLAND FREUNDE: ==> IN ISTANBUL IST DIE HOELLE LOS! WIR HABEN HIER KEIN MOBILES INTERNET MEHR, HOTELS UND WOHNUNGEN STELLEN IHR WIRELESS ZUR VERFÜGUNG. HIER SIND MINDESTENS 10.000 MENSCHEN UM 3.00 NACHTS!!! STRASSENSCHLACHTEN UND RÜCKTRITTS SLOGANS ! ALLES VOLLER GAS, DIE VON GAS VERLETZTEN WERDEN DIREKT VON DEN HINTEREN PROTESTIERENDEN ERSETZT, SO DASS DIE FRONT NICHT GEBROCHEN WERDEN KANN. MİLİTAER STATIONEN VERTEILEN DEM VOLK GASMASKEN, POLIZISTEN DROHEN DEN SOLDATEN MIT GAS BESCHUSS ! AUS HELİKOPTERN WIRD GAS AUF UNS ABGEFEUERT, ANDERES STAERKERES GAS ALS DAS, WELCHES DIE BODENTRUPPEN BENUTZEN ! ÜBER ALL AUS DER TÜRKEI SIND BUSSE MIT UNTERSTÜTZERN IN ANMARSCH. IN ANKARA IZMIR UND WEITEREN STAEDTEN SIND DIE MENSCHEN AUF DEN STRASSEN! HOFFE MAL DAS WIRD DAS ENDE DER AKP REGIERUNG SEIN … MORGEN WERDEN IN ALLEN STAEDTEN DEMOS GEPLANT, HABE GEHÖRT AUCH IN FRANKFURT … DIE TÜRKISCHEN SENDER ZEIGEN NICHTS/NADA/NULL ! ! ! TEILT MEINEN STATUS, ALLE SOLLEN WISSEN WAS HIER LOS IST. INTERNET KOMMT UND GEHT, DENKE MAL DIE KAPPEN BALD DIE GANZEN LEITUNGEN !!!

DAS MILITÄR UNTERSTÜTZT DIE DEMONSTRANTEN gegen DIE POLIZEI!! WAS IST DA LOS? DAS HEISST DIE POLIZEI GILT IN DER TÜRKEI ALS PArAMILITÄRISCHE ORGANISATION…WAHNSINN..     Foto und Bericht auf Facebook

Siehe auch Artikel: Was ist in der Türkei los? wp.me/p1W5hy-yr

Für die Christen Syriens wird das Leben zur Hölle

sagt der Journalist Martin Durm, der über den arabischen Frühling berichtet. Er macht sich Sorgen über den drohenden Exodus der Christen aus dem Irak und aus Syrien.

Der arabische Frühling entwickelt sich in eine Richtung, mit der er nicht gerechnet hatte. Es bewahrheitet sich, dass in Revolutionen jene Kräfte die Überhand gewinnen, die am besten organisiert sind.

Hauptfeind der sunnitischen Islamisten sind zwar die Schiiten, darunter die Alawiten Syriens. Die Bürgerkriege in Syrien und im Irak sind Schauplatz vom grossen inner-islamischen Konflikt zwischen dem sunnitischen Saudi-Arabien und dem schiitischen Iran. Die Christen stehen dazwischen. Sie sind leichte Opfer, weil sie weder im Irak noch in Syrien über Milizen verfügen – und nicht in Stammesverbänden organisiert sind. Christen kann man sozusagen gefahrlos angreifen. Auch bevorzugen Christen eher eine säkulare als eine islamische Diktatur, weil sie so ihren Glauben frei ausüben können. Sie fürchten sich vor einem Szenario à la Irak, wo innert zehn Jahren im muslimischen Konflikt tausend Christen getötet, über eine Million in die Flucht getrieben und siebzig Kirchen niedergebrannt wurden.

Für die Christen ist das Leben im Irak die Hölle, für jene in Syrien zeichnet sich diese ab. Es ist empörend, dass sogar Amnesty, das sonst bei jeder verfolgten Minderheit Alarm schlägt, nicht von Christenverfolgung sprechen will.

Syrien und Irak werden nach Ende der Bürgerkriege weiterhin muslimisch sein. Die christliche Minderheit hingegen, die hier lange vor der Islamisierung schon ansässig war, wird dann praktisch nicht mehr existieren.

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Was ist in der Türkei los?

Zu den Auslösern für die derzeitigen heftigen regierungsfeindlichen Proteste in der Türkei gehören mehrere milliardenschwere Grossprojekte, die Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan vorantreibt.

Westlich des europäischen Teils der 15-Millionen-Metropole will Erdogan eine neue Verbindung zwischen dem Marmara-Meer und dem Schwarzen Meer graben lassen. Der Ministerpräsident selbst hat das Vorhaben öffentlich als «verrücktes Projekt» bezeichnet, das die Schifffahrt auf dem Bosporus entlasten solle.

Nördlich von Istanbul will Erdogans Regierung in den kommenden Jahren den mit einer Kapazität von 150 Millionen Passagieren grössten Flughafen der Welt aus dem Boden stampfen lassen.

Falls Istanbul in diesem Herbst den Zuschlag für die Ausrichtung der Olympischen Spiele im Jahr 2020 erhält, will Erdogan gleich neben dem neuen Flughafen eine neue Stadt mit Stadion und Olympischem Dorf bauen lassen. Bis zu einer Million Bewohner soll das neue Zentrum haben.

Vergangene Woche legte Erdogan den Grundstein für die «Yavuz Sultan Selim»-Brücke, die dritte Autobahnbrücke über die Bosporus-Meerenge. Die Brücke ist Teil eines neuen, 414 Kilometer langen Autobahnrings um Istanbul, der den Verkehr entlasten soll.

Auf dem Ausflugshügel Camlica auf der asiatischen Seite von Istanbul lässt die Regierung derzeit die mit 15’000 Quadratmetern Grundfläche grösste Moschee der Türkei bauen. Auf Erdogans ausdrücklichen Wunsch hin soll das riesige Gotteshaus von überall in Istanbul aus zu sehen sein. Die Opposition spricht von einem Symbol der Islamisierung, vor allem seit ein Minister aus Erdogans Regierung erklärte, die Moschee versinnbildliche die Regierung der islamisch-konservativen AKP.

Auf dem Gelände des Gezi-Parks soll ein Kasernengebäude aus dem 18. Jahrhundert wieder errichtet werden, das 1940 abgetragen worden war. In dem neuen Gebäude sollen Cafés, Museen und vielleicht auch ein Einkaufszentrum untergebracht werden. Die Demonstranten argumentieren nun, damit werde Istanbul eine der letzten Grünflächen in der Innenstadt verlieren.

Im November hatte Erdogan schon mit dem Bau von Strassentunneln begonnen, mit denen der Verkehr auf dem zentralen Platz von Istanbul unter die Erde verlagert werden soll.

Erdogan will das Istanbuler Stadtviertel Tarlabasi in der Nähe des Taksim-Platzes modernisieren. Derzeit wohnen dort viele Sinti und Roma sowie Kurden und Flüchtlinge in teilweise sehr heruntergekommenen Häusern. Kritiker wenden aber ein, dass die Wohnungen im neuen Tarlabasi für die derzeitigen Bewohner viel zu teuer würden und die ethnische Vielfalt des Viertels zerstört werde.

Was ist mit Erdogan los?
Bei Aufständen in arabischen Nachbarstaaten ist der türkische Ministerpräsident um Aufrufe zum Dialog nicht verlegen. Im eigenen Land lässt er die Polizei bei Demonstrationen immer wieder den Knüppel aus dem Sack holen. Dabei äussert er stets die Gewissheit, eine grosse Mehrheit des Volkes hinter sich zu haben und die Demokratie gegen Krawallmacher und Terroristen zu verteidigen.

Es selbst sieht sich als Vertreter des Volkes. 1999 musste er wegen religiöser «Aufhetzung des Volkes» für vier Monate ins Gefängnis, weil er in einer flammenden Rede bei einer Veranstaltung der später verbotenen Wohlfahrtspartei (RP) ein Gedicht zitierte: «Die Minarette sind unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme, die Moscheen unsere Kasernen und die Gläubigen unsere Armee».

In Folge wurde die konservative islamische Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) gegründet. Die AKP brachte der einst krisengeplagten Türkei eine nicht gekannte Phase der politischen Stabilität und des wirtschaftlichen Aufschwungs.

Geprägt wurde Erdogan vom Besuch der religiösen Imam-Hatib-Schule, an der Prediger und Vorbeter ausgebildet werden. Seine Gegner beschuldigen Erdogan, eine versteckte islamistische Tagesordnung zu verfolgen. Dass Erdogan immer autoritärer auftritt, hat ihn schon vor Jahren die Unterstützung liberaler Kräfte gekostet. Ihm wird vorgeworfen, er führe sich selbstherrlich wie ein Sultan auf. Jetzt strebt der Regierungschef nach dem Amt eines mit zusätzlicher Macht ausgestatteten Präsidenten.

Vergleiche Update 4: Die Protestbewegung trifft sich in den Parks und diskutiert über die Zukunft

Vergleiche Update 3: Neue Formen von Protest in der Türkei

Vergleiche Update 2: Sobald alle andersdenkenden Personen entfernt sind, kann wieder die Türkei Erdogans aufgebaut werden

Vergleiche Update 1: 29 Twitter-Nutzer festgenommen, weil sie verräterische Informationen verbreitet haben sollen

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Eschatologische Fragen beschäftigen gläubige Menschen, wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise

Im islamischen Zusammenhang sind diese Fragen vor allem mit der Rolle des Mahdī verbunden. Damit werden automatisch die Schiiten assoziiert, obwohl die Mahdī-Figur auch in der sunnitischen Theologie existiert. Najla al-Amin stellte die Vorstellungen der Mahdī-Figur aus der schiitischen und sunnitischen Sichtweise dar und vergleicht sie miteinander.

Der arabische Name Mahdī bedeutet „der Rechtgeleitete“. Die Zwölferschiiten oder Imamiten führen ihren Mahdī auf den elften Imam Ḥasan al-ʿAskarī zurück, wodurch er in direkter Genealogie zum Propheten Muḥammad steht. Aber auch die sunnitische Theologie kennt einen Erlöser mit dem Namen Mahdī, der zu gegebener Zeit die Gerechtigkeit auf der Welt herstellen soll.

Die schiitische Lehre akzeptiert nur eine Führung der Muslime durch die Herrschaft eines  Nachkommens des Propheten Muḥammads und betrachtet jede andere Führung als illegitim. Die Erde kann nicht ohne religiöse Führung bestehen.

Nach ihren Vorstellung befindet sich der zwölfte Imam in der großen Verborgenheit. Keiner weiß, wo er sich aufhält und wann er erscheinen wird. Diese Tatsache  stellt die Schiiten bis heute vor Schwierigkeiten.

Im Zuge der islamisch-iranischen Revolution entwickelte Khomeini die Theorie der „Herrschaft des Rechtsgelehrten“, welche den höchsten anerkannten schiitischen Rechtsgelehrten legitimiert, die Gemeinde während der Abwesenheit des zwölften Imams zu führen.

Das Verständnis der Mahdī-Figur in der sunnitischen Tradition ist erheblich einfacher, da er erst zu gegebener Zeit geboren wird und die Problematik der Verborgenheit somit ausbleibt. Er wird unter dem Namen Aḥmad bekannt sein, aber auch den Beinamen Abū ʿAbdullāh tragen.

Die Zeichen für die Rückkehr des zwölften Imams ist eine Zeit von unvorstellbarem Leid und unmoralischen Taten, die durch Intrigen geprägt sein wird. An der Seite des Mahdī wird eine Person namens al-Yamani kämpfen, die die Menschen zur Rechtleitung aufrufen wird. Die sunnitische Tradition ergänzt die Erscheinung des Mahdī durch die Wiederkehr einer für alle Buchreligionen zentralen Persönlichkeit, nämlich Jesus. Darüber hinaus sollen einige Personen dem Mahdī seine Aufgabe erschweren, wie beispielsweise al-Dajjāl oder al-Sufyānī. Al-Sufyānī ist ein Gegenspieler des Mahdī, der aus Syrien kommen wird und dann mit gelben Fahnen aus dem Westen ziehen wird. Dies im Gegenspiel zu den schwarzen Bannern aus dem Osten, die ursprünglich als Zeichen der Ahl al-Bayt eingeführt wurden. Der zweite Gegenspieler al-Dajjāl, der sowohl von sunnitischer als auch von schiitischer Sicht überliefert wird, steht für den „Betrüger“. Seine Hauptaufgabe ist es, die Menschen irre zu führen. Er soll vor dem Ende der Zeit erscheinen und die Welt mit Tyrannei erfüllen.

Bezüglich der äußerlichen Erscheinung des Mahdī herrscht zwischen den sunnitischen und schiitischen Quellen weitgehend Konsens. Er soll Muttermale auf dem Rücken besitzen und eine Lücke in den Vorderzähnen aufweisen. Des Weiteren ist seine Nase durch eine Erhöhung gekennzeichnet. Zusätzlich wird seiner Person eine herausragende Stärke zugewiesen, die durch einen robusten Körperbau sichtbar wird.

Sunniten und Schiiten glauben an eine Erlöser-Figur, die am Ende der Zeit erscheinen und mit verschiedenen Personen auftritt, die teils mit und teils gegen ihn kämpfen werden. Der wesentlichste Unterschied liegt wohl in der Geburt des Mahdī. Der Vorstellung der Schiiten, dass er bereits geboren und nun verborgen ist, können sich die Sunniten nicht anschließen.

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Vergleiche auch Artikel: Gott hält sich nicht an unseren Endzeitplan

http://jerusalemimpulse.wordpress.com/2012/06/11/gott-halt-sich-nicht-an-unseren-endzeitplan/

In der israelischen Hightechindustrie dürfen auch ultraorthodoxe Frauen arbeiten

Rund 800.000 Menschen, etwa zehn Prozent der israelischen Bevölkerung, bezeichnen sich als haredi, als ultraorthodox. Sie leben nach den Regeln der Thora: tägliches Beten, striktes Einhalten des Sabbats, Fernsehen ist verboten. Die Männer sollen sich der Lehre der Thora widmen, wenn überhaupt, arbeiten sie als Rabbiner, Synagogendiener oder Lehrer. Die Aufgabe der Frau ist vor allem, ihre Familie zu ernähren.

Mehr als 6.000 Menschen arbeiten bei Matrix, viele von ihnen sind junge Israelis, die sich nicht um Speisevorschriften scheren und gern das Wochenende durcharbeiten – oder durchfeiern. Doch die Mitarbeiterinnen der othodoxen Abteilung sind anders: Die 600 Frauen, die rund 50 Kilometer von Jerusalem entfernt in einem Hochhaus in der konservativen Siedlung Modi’in Illit arbeiten, sind streng religiös.

Auf den ersten Blick könnte man ihre Büros für eine jüdische Mädchenschule halten. Junge Frauen in Kopftüchern sitzen dort, die Blusen hochgeschlossen. Auf manchen Tischen liegen Gebetsbücher. Männer sieht man nicht. Die züchtig gekleideten Frauen schreiben Programme, bauen Websites und testen Software.

Weil die israelische Hightechindustrie boomt, versuchen neuerdings viele ultraorthodoxe Frauen dort ihr Glück. Die Vorgaben des Rabbiners sind strikt: Männer zu berühren ist für die Frauen tabu. Mit männlichen Kunden dürfen sie nur über die Arbeit sprechen, jeder private Satz wäre ein schwerer Verstoß. Das Internet dürfen die Haredim nur begrenzt nutzen, also nur jene Seiten besuchen, die sie für ihren Job benötigen.

Projekte, die früher in Indien oder China landeten, bearbeiten heute die Haredim. Der Aufwand der Firma ist groß, aber er lohnt sich, vor allem finanziell. Der Staat bezuschusst jeden Arbeitsplatz, der mit einem Ultraorthodoxen besetzt wird. Gleichzeitig arbeiten die Haredim zu deutlich niedrigeren Löhnen als säkulare Israelis; im Durchschnitt bekommen sie etwa ein Viertel weniger als die nicht religiösen Mitarbeiter. Deshalb entdecken immer mehr Unternehmen das Potenzial der ultraorthodoxen Community, einige werben gezielt um die Haredim.

Das mittelständische Unternehmen DAAT sitzt in einem der Glastürme Tel Avivs, im Erdgeschoss trinken Trainees mit dicken Brillen Cappuccino. Die Mitarbeiterinnen von DAAT hingegen, die im siebten Stock des Gebäudes arbeiten, dürfen das Café nicht einmal betreten. Sie sind fast ausnahmslos tiefreligiös. Auch sie tragen Kopftuch oder Perücke, um die Haare vor fremden Blicken zu verdecken, wie es für religiöse Juden üblich ist. Auch hier liegen Gebetsbücher direkt neben Tastatur und Maus.

Nili Davidovitz hat DAAT vor drei Jahren gegründet. Die 47-Jährige ist studierte Informatikerin – und streng religiös. In ihrer Firma ist nicht nur die Küche koscher. Kritische Aufträge bespricht Davidovitz mit einem Rabbiner: Darf die Firma beispielsweise eine Internetseite für einen Kinderfilm gestalten, obwohl Haredim nicht fernsehen dürfen? „Wenn er Nein sagt, werden wir das Projekt ablehnen“, sagt Davidovitz.

Seit seiner Gründung hat DAAT keine einzige Angestellte verloren, anders als viele andere IT-Unternehmen. „Die Frauen sind einfach froh, dass sie hier einen Ort gefunden haben, an dem sie als Religiöse arbeiten können“, sagt Davidovitz. Die Mittvierzigerin ist für ihre Angestellten nicht nur Chefin, sondern auch Bezugsperson. Und sie versucht zu schlichten, wenn die Familien der Frauen doch einmal Vorbehalte gegen die Hightechindustrie hegen. „Einmal wollte ein Ehemann nicht, dass seine Frau mit männlichen Kunden spricht“, erinnert sich Davidovitz. „Ich habe ihm versichert, dass kein Wort zwischen ihnen fällt, das nicht mit dem Job zu tun hat. Da hat er eingewilligt.“

Bereits jedes dritte Grundschulkind in Israel kommt aus einer religiösen Familie. Will die „Start-up-Nation“, wie Ökonomen Israel einmal genannt haben, ihre Wirtschaftskraft nicht verlieren, wird sie die Haredim integrieren müssen.

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