Bibelverbrennungen in Malaysia okay – Bild von Schweinefleisch-Mahlzeit ist Volksverhetzung

Ein malaysischer Minister hat einen Aufruf radikaler Muslime zur Verbrennung von Bibeln als „richtige Sache“ verteidigt. Er begrüßt auch die Verhaftung von zwei regierungs- und religionskritischen Bloggern wegen Bild von Schweinefleisch-Mahlzeit.

Abdul Rahman Dahlan, der malaysische Städtebaumeister hat nach Angaben der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA den Aufruf zu Bibelverbrennungen befürwortet. Die Bibeln seien illegal gedruckt worden und hätten das Wort „Allah“ enthalten, sagte er. 2009 hatte jedoch ein malaysisches Gericht die Verwendung des Wortes „Allah“ für christliche Bibeln als legitim erachtet.

Im Januar hatte der Vorsitzende der radikalen islamischen Organisation Perkasa, Ibrahim Ali, zur Verbrennung von Bibeln aufgerufen. Anklage wegen Volksverhetzung wurde nicht erhoben.

Dagegen wurde geben die Blogger Alvin Tan und Vivian Lee Anklage wegen Volksverhetzung erhoben. Sie sollen auf Facebook ein Foto gepostet haben, das sie bei einer Schweinefleisch-Mahlzeit zeigt. Den Eintrag hätten sie mit den Worten „lecker, delikat und appetitlich“ sowie dem Halal-Siegel versehen.

Hinzu kam eine weitere Anklage wegen angeblicher Veröffentlichung pornografischer Bildern. Ein Antrag der Angeklagten auf Freilassung gegen Kaution wurde dem Bericht zufolge abgelehnt. Im Fall einer Verurteilung drohen Tan und Lee bis zu 15 Jahre Haft.

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