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Noch schwerere Zeiten als unter Mubarak?

„Für die liberalen und säkularen Kräfte sowie für die Christen sind die inoffiziellen Zwischenergebnisse eine große Enttäuschung“, sagt Carsten Polanz, Islamwissenschaftler und Mitarbeiter am Institut für Islamfragen der Evangelischen Allianz. „Christen und Konvertiten drohen noch schwerere Zeiten als unter Mubarak“, befürchtet Polanz.

In einem Kommentar der Tageszeitung „Die Welt“ spricht der Journalist Dietrich Alexander von einem „bösen Erwachen“. Angesichts der ersten Teilergebnisse der ägyptischen Parlamentswahlen dränge sich die Frage auf, wofür die Menschen auf dem Tahrir-Platz in Kairo eigentlich Leib und Leben riskiert hätten. „Demokratie, Freiheit, Selbstbestimmung? All das wird es kaum geben, sollten die ultrakonservativen Salafiten ihr sensationelles Abschneiden im ersten Wahlgang in den folgenden Wahletappen bestätigen.“

Die Mehrheit wird demokratische Strukturen schon deshalb ablehnten, „weil ein von Menschen geschaffenes Gesetz niemals über dem Gesetz Gottes stehen dürfe“, schreibt Alexander.

Wie die Nachrichtenagentur dpa meldet, hat die Muslimbruderschaft die erste islamische Gemeinschaft unter dem Propheten Mohammed als Vorbild für das „neue Ägypten“ präsentiert. mehr Informationen

Palästina: Wohlstand durch Uneinheit

Jedes Mal, wenn Fatah und Hamas verkünden, dass ein Ende ihrer Streitigkeiten kurz bevorstehe, ist den Palästinensern schnell klar, dass die beiden rivalisierenden Parteien nicht die Wahrheit sagen. Die beiden Parteien heben ein gemeinsames Interesse daran, den gegenwärtigen Zustand für immer und ewig aufrechtzuerhalten.

Dank der anhaltenden finanziellen Unterstützung durch die Amerikaner und die EU geht es der Wirtschaft im Westjordanland gut und zehntausende von Beamten der Palästinensischen Autonomiebehörde erhalten pünktlich ihre Gehälter. Wer denkt, dass die Fatah es nicht erwarten kann, in den Gazastreifen zurückzugehen, macht sich etwas vor.

Denn seit sie im Sommer 2007 aus dem Gazastreifen hinausgeworfen wurde, wird die Fatah auch nicht mehr dafür verantwortlich gemacht, was dort geschieht. Stattdessen profitiert die Fatah von den Millionen von Dollar, die jeden Monat in ihre Kassen fliessen. Ironischerweise ist die Sicherheitspräsenz Israels im Westjordanland einer der Hauptgründe dafür, dass Abbas und Fayyad noch immer an der Macht sind. Die Anführer der Fatah wissen: an dem Tag, an dem Israel sich aus dem Westjordanland zurückzieht, wird die Hamas so stark werden, dass sie innerhalb weniger Tage oder Wochen die Kontrolle über das Gebiet übernehmen wird.

Die Hamas kann mit dem gegenwärtigen Zustand auch zufrieden sein, weil die islamistische Bewegung den Gazastreifen weiterhin ohne wirkliche Herausforderungen kontrolliert. Während Abbas und Fayyad von den Amerikanern und Europäern Geld bekommen, erhält die Hamas finanzielle Unterstützung vom Iran und einigen Golfstaaten.

Beide Palästinenser-Organisationen sind sich im klaren darüber, dass „Einheit“ bedeuten würde, die finanzielle Unterstützung durch ihre Gönner im Westen und in Teheran und der arabischen Welt zu verlieren.

Ein Blick in den Gazastreifen:

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Ein Bilck in die Westbank:

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Attacken auf Christen gehen weiter und die Welt schweigt

„Die Attacken auf Christen gehen weiter und die Welt schweigt. Es ist, als hätte uns die Nacht verschluckt“, heißt es in einem Bericht aus dem Nord-Irak, nachdem zwei Christen ermordet und drei entführt worden sind.

Zehn Jahre nach dem Einmarsch der NATO in Afghanistan zum Preis von 440 Milliarden Dollar und dem Tod von 1.700 amerikanischen Soldaten wurde im März 2010 die letzte christliche Kirche Afghanistans dem Erdboden gleich gemacht. In Indonesien wurden Kirchen geschlossen, weil Christen angeblich missionierten. Im Sudan verfügte Präsident Omar al-Baschir eine islamische Verfassung, mit der Absicht, „die Christen los zu werden“. Die Behörden drohten mit der Zerstörung von drei Kirchen. Ende Oktober wurde in Ägypten ein Christ von seinem Lehrer und Mitschülern zu Tode gequält, weil er sich geweigert hatte, eine Halskette mit Kreuz abzunehmen. Die Assyrische Nachrichtenagentur (syrische Christen), die darüber berichtete, ist im Internet nicht mehr zugänglich. In Saudi Arabien verhaftete die Moral-Polizei einen kolumbianischen Fußballspieler, weil Saudis auf seinem Arm ein eintätowiertes Abbild Jesu entdeckt hatten. Bekanntlich dürfen Besucher Saudi Arabiens keine Bibeln oder christliche Gebetsbücher in ihrem Gepäck mitführen. Eine ähnliche Regelung haben auch die muslimischen Wächter des Tempelbergs in Jerusalem durchgesetzt.

Mission zählt zu den schlimmsten Todsünden in der muslimischen Welt. Moslems, die sich taufen ließen, schweben in akuter Lebensgefahr, nicht nur in Ländern wie dem Iran, sondern sogar in den palästinensischen Gebieten unter der „gemäßigten“ Herrschaft der „weltlichen“ Fatah-Partei. Christen dürfen sich während des Ramadan nicht mit einer Zigarette im eigenen Auto erwischen lassen. In Jordanien werden sie bis zum Ende des Ramadan ins Gefängnis gesteckt. In Bethlehem oder Ramallah werden sie nur verwarnt.

Schon vor Jahren wurde gesagt, dass es gar keine „christliche Welt“ mehr gebe, sondern nur noch diffuse Werte des Westens wie Menschenrechte oder Umweltschutz. Die unterliegen jedoch politischen oder wirtschaftlichen Interessen und werden entsprechend politischer Vorlieben sehr unterschiedlich interpretiert.  mehr Informationen

The Butterfly Circus – English

„The Butterfly Circus“ – Kurzfilm (engl., Dauer: 23 Min.) über „Will“, einen Mann ohne Arme und Beine, der als Jahrmarkt-Attraktion sein Leben fristet – bis er eines Tages den lebensfrohen Artisten des „Butterfly Circus“ begegnet – gespielt wird Will von Nick Vujicic.

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The Butterfly Circus – HD from The Butterfly Circus on Vimeo.

Kampagne zur Ausmerzung jüdischer Geschichte

Die Palästinensische Autonomiebehörde hat eine Kampagne zur Ausmerzung jüdischer Geschichte begonnen, indem sie jüdische heilige Stätten zu muslimischen Orten erklären.

Das Grab der Patriarchen in Hebron zum Beispiel – es ist eine der Stätten, die die UNESCO vor Kurzem auf einen Antrag der Palästinensischen Autonomiebehörde hin für ausschliesslich islamisch erklärte. Unter israelischer Hoheit wurde, weltweit einzigartig, das Grab 44 Jahre lang gleichzeitig als Synagoge und als Moschee genutzt. An den meisten Tagen des Jahres steht es damit Gläubigen beider Religionen offen; an einer Handvoll von jüdischen und muslimischen Feiertagen ist es den Gläubigen des feiernden Glaubens vorbehalten. Zu keinem Zeitpunkt hat Israel jemals danach gestrebt, die Stätte ausschliesslich jüdisch zu machen; bereitwillig hat es sie mit palästinensischen Muslimen geteilt.

Ganz anders klingt da die Meinung eines der bekanntesten muslimischen Kleriker, der im vergangenen Jahr über das Grab sagte: „Es ist ein rein muslimischer heiliger Ort, Nichtmuslime haben kein Recht, hier zu sein oder hier zu beten, und ich bin gegen die Anwesenheit der Juden, selbst in der Altstadt“, sagte Haj Zeid al Ja’bari, Generaldirektor der Islamischen Religionsbehörde in Hebron, Reportern. Da ist keine Bereitschaft zum Teilen.

Die gleiche Haltung zeigt sich auch auf dem Tempelberg. Juden und Christen ist der Zutritt des Tempelbergs zum Gebet versperrt; es ist ihnen nicht einmal gestattet, die Bibel zu lesen oder die Lippen im stillen Gebet zu bewegen.  mehr Informationen

Menschenhandel im Sinai

Europäer kennen nur die frische Meeresbrise an den weissen Stränden, das freundliche lächeln der Beduinen, die zum gemütlichen Tee in ihre Zelten laden oder den Gebirgstreck zum Katharinenkloster mitten in der Sinai Halbinsel. Doch Sigal Rozen, Koordinatorin der israelischen Menschenrechtsorganisation „Hotline für Gastarbeiter“, hat vom Urlaubsparadies am Roten Meer ein anderes Bild: „Ganze Täler im Sinai stinken nach Leichen und Verwesung“, sagt Rozen. Dutzende, wenn nicht gar hunderte Afrikaner werden hier jährlich auf der Flucht erschossen.

Die Geschichten der Afrikaner ähneln Beschreibungen des Sklavenhandels im 18. Jahrhundert. „Wären die Geiseln Europäer, hätte man diesem Treiben längst ein Ende gesetzt“, sagt Rozen.

Bis vor kurzem unternahmen ägyptische Behörden wenig, zumal die Zentralgewalt im Sinai notorisch schwach ist. Der amerikanische „Menschenhandelsbericht 2011“ beklagt dass Ägyptens „Regierung keine Anstrengungen machte, Beamte, die im Menschenhandel mitmischten, zu verhören oder zu bestrafen.“

Doch ein Bericht des Nachrichtensenders CNN, der erstmals auch festhielt, dass manchen Flüchtlingen gegen ihren Willen Organe entnommen werden, hat die Bewohner des Sinai wachgerüttelt. Mitte September demonstrierten erstmals 3000 Beduinen gegen die Schmuggler in ihrer Halbinsel. Auch ägyptische Medien nahmen das Thema inzwischen auf. Dennoch, so Rozen, sei das Problem noch lange nicht gelöst: „Es werden immer noch hunderte Afrikaner gegen ihren Willen im Sinai festgehalten, gefoltert und erpresst.“

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Das blutige Geschäft mit Organen in der Sinai-Wüste

Horror in Sinai-Wüste

Plant Iran Angriffe auf US-Streikräfte in Deutschland?

Falls die Vereinigten Staaten gegen den Iran in den Krieg ziehen sollten, bliebe Deutschland nicht verschont. Der Iran hat offenbar vor, in diesem Fall amerikanische Stützpunkte in Deutschland anzugreifen, berichtet die Bild-Zeitung in ihrer Donnerstagausgabe. Nach Ermittlungen von BKA-Experten will das iranische Regime im Fall eines amerikanischen Angriffs auf Teheran Militärflugplätze der USA in Deutschland attackieren, um Nachschub und Logistik eines möglichen Schlages gegen den Iran zu stören. mehr Informationen

Pakistan: Jesus Christus in SMS wieder erlaubt

In Pakistan darf der Name Jesus Christus nun doch wieder in SMS-Nachrichten verwendet werden. Die Telekommunikationsbehörde PTA habe den Begriff nach einer Intervention des Ministers für religiöse Minderheiten, Akram Gill, wieder aus der Liste der verbotenen Wörter gestrichen. Gill – er ist Katholik – habe im Kabinett sowie in einem persönlichen Gespräch mit dem Leiter der Telekommunikationsbehörde, Mohammed Yaseen, eindringlich vor einer Gefährdung des Friedens im Land gewarnt. Die Behörde hatte Mobilfunkanbieter angewiesen, „im Interesse des Ruhmes des Islam“ SMS mit angeblich „anstößigen“ Begriffen nicht zu übermitteln. Die Firmen erhielten eine Schwarze Liste mit rund 1.500 Wörtern, darunter auch Jesus Christus.  mehr Informationen

Deutschland möchte Sanktionen gegen die iranische Zentralbank blockieren

Am 1. Dezember 2011 werden die EU-Außenminister sich treffen, um über weitere Iran-Sanktionen zu beraten. Berichten zufolge möchte  Deutschland dabei Sanktionen gegen die iranische Zentralbank blockieren.  Frankreich unterstützt dagegen Sanktionen gegen die Zentralbank, und  Großbritannien hat sie bereits am 21. November 2011 erlassen.

Avi Jorisch, ehemaliger Experte bei der Abteilung für Terrorismus und  Geldströme am US-Finanzministerium, sagt: „Die Zentralbank ist Irans wichtigste verbleibende Schnittstelle zu den internationalen Märkten.  Ihre Sanktionierung würde die Fähigkeit des Regimes, finanzielle und  technologische Ressourcen zu erlangen, stark reduzieren.“

Die von Außenminister Westerwelle bislang unterstützten Ölsanktionen  wären ein wichtiger Teil neuer Sanktionsmaßnahmen, aber sie dürfen nicht  gegen die Sanktionierung der Zentralbank ausgespielt werden. Deutschland ist noch immer der wichtigste westliche Handelspartner und  Technologielieferant des Iran ist. Auch 2011 wurden bis  September noch Waren im Wert von fast 2,3 Milliarden Euro in den Iran  exportiert.  mehr Informationen

Demokratie und Islam

Laut dem Islamwissenschaftler Carsten Polanz vom Institut für Islamfragen lassen sich drei verschiedene Strömungen ausmachen, die von der totalen Ablehnung der Demokratie als einer verderblichen Erfindung des Westens über die Nutzung demokratischer Rechte und Freiheiten zur schrittweisen Islamisierung der Gesellschaft bis hin zur Forderung nach einer klaren Trennung von Staat und Religion reichen. Vertreter dieser Forderung leben allerdings bis heute in vielen islamischen Ländern gefährlich und haben bisher an den großen theologischen Institutionen keinerlei Einfluss.

Abu al-Ala al-Maududi (1903-1979), der Gründer der bis heute vor allem in Pakistan einflussreichen islamistischen Bewegung „Jama’at-i Islami“, beschrieb die Demokratie als „Satanswerk“. In Anspielung auf den bereits im Alten Testament beschriebenen Sündenfall schrieb er: „Was tat Satan? Satan flüsterte den ersten Menschen ein, er könne die Gesetze Allahs missachten und seine eigenen Pläne verfolgen. Und genau dies tut der Westen im Namen der Demokratie. Er sagt den Menschen: Es ist nicht nötig, dass ihr dem göttlichen Gesetz gehorcht, ihr könnt eure eigenen Menschengesetze machen, indem ihr abzählt, wie viele mit euren Plänen einverstanden sind. Dies ist eine tödliche Gefahr, die der Islam bekämpfen muss, nicht nur auf seinem eigenen Gebiet, sondern auf der ganzen Welt.“

Sayyid Qutb (1906-1966), definierte islamische Freiheit als „Ablehnung aller Arten und Formen von Systemen, die auf dem Konzept der Souveränität des Menschen basieren“. Für Qutb war daher jedes System, „in dem die letzte Entscheidung auf Menschen zurückgeführt wird und in dem die Quellen der Autorität menschlich sind“, abzulehnen. Nach seiner Interpretation steht ein solches System im krassen Widerspruch zum Islam, in dem die Menschen allein Gott und nicht anderen Menschen dienen sollen.

Eine zunehmende Zahl von Islamisten hat jedoch in den letzten Jahren erneut einen Strategiewechsel vollzogen. Sie verweisen vor allem auf den Aufruf zur „Beratung“ (arabisch „Schura“) in Sure 3,159, um ihre häufig sehr vagen Vorstellungen von Demokratie als urislamisches Konzept darzustellen. Führende Islamisten  ziehen es heute vor, die Freiheiten und Möglichkeiten der Demokratie zur schrittweisen Durchsetzung islamischer Werte und Rechtsvorstellungen zu nutzen. Um muslimische Vorbehalte gegenüber der Demokratie zu überwinden, schlägt al-Qaradawi vor, dass „jedes Gesetz, das den unanfechtbaren Bestimmungen des Islam widerspricht, null und nichtig ist.“

Al-Qaradawi ist eine Gallionsfigur für die Mainstream-Islamisten.  Al-Qaradawi propagiert eine Islamisierung des westlichen Demokratie- und Menschenrechtsverständnisses, indem die muslimischen Aktivisten die westlichen Institutionen und Begriffe nicht grundsätzlich ablehnen, sondern mit neuem Inhalt füllen.

Der iranische Philosoph Abdulkarim Soroush setzt sich heute für eine Trennung von Staat und Religion ein. Nachdem er anfangs ein Verfechter der islamischen Revolution und Mitarbeiter Khomeinis war, spricht er sich heute deutlich gegen die „religiöse Diktatur“ der Mullahs und für eine „religiöse Demokratie“ aus. Der Koran ist für ihn nur noch in religiösen Dingen unfehlbar, der Zweifel am umfassenden Vorbildcharakter Muhammads kein Tabu mehr. Jeder Bürger soll nach den moralischen Grundsätzen seiner Religion leben dürfen, ohne vom Staat per Gesetz dazu gezwungen zu werden. Einflussreiche Ayatollahs werfen Soroush bereits Abfall vom Glauben vor. Immer wieder wurden seine Vorlesungen von Schlägertrupps gestürmt. Der Staat sprach ein Lehr- und Publikationsverbot aus. Einen Zivilstaat anstelle des Religionsstaates wünschen sich vermutlich auch die meisten jungen Leute, die die Revolutionen in Tunesien und Ägypten begonnen und getragen haben, die aber politisch kaum organisiert sind und deshalb bei Wahlen schlechte Chancen haben. mehr Informationen

Mysteriöse Explosionen im Iran und Raketen in Israel aus dem Libanon

Am Montag flog offenbar erneut eine geheime iranische Atomanlage in die Luft, diesmal bei Isfahan. Iranische Medien meldeten erst eine Explosion, ohne nähere Informationen zu liefern, entfernten aber kurz darauf den Bericht wieder aus dem Internet. Was dann vom Iran heruntergespielt wurde, erweist sich anhand von Satellitenbildern jedoch als eine Szene schlimmster Verwüstung mit vielen zerstörten Gebäuden.

Vor zwei Wochen gab es eine große Explosion in einem Raketenwerk nahe Teheran. Diese Raketen können dank Reichweite und Tragkraft auch Atombomben ins Ziel tragen und dabei bis nach Israel, Europa oder zu amerikanischen Luftabwehrstationen gelangen. Mit deren Zerstörung hatte kürzlich der Befehlshaber der iranischen Revolutionsgarden, General Amir Ali Hajizadeh, gedroht.

Vier Katjuscha-Raketen haben nach über zwei Jahren völliger Ruhe am Dienstag den Norden Israels getroffen. Die Gruppe „Abu-Asam-Al-Qaida“ übernahm die Verantwortung.  mehr Informationen

Iran: Demonstranten zündeten britische und israelische Flaggen an

Aus Protest gegen Sanktionen haben iranische Demonstranten am Dienstag die britische Botschaft und eine weitere diplomatische Einrichtung Grossbritanniens gestürmt. Mehr als 20 Demonstranten drangen auf das Grundstück der britischen Botschaft vor, entfernten die britische Flagge und ersetzten sie durch eine iranische. Wie auf im Staatsfernsehen übertragenen Bildern zu sehen war, warfen die Demonstranten zudem Fensterscheiben mit Steinen ein und zündeten britische und israelische Flaggen an.

Der Angriff erfolgte, während iranische Bereitschaftspolizisten daneben standen. Ausserhalb der britischen Botschaft riefen hunderte Demonstranten „Tod für Grossbritannien“.

Ein britischer Diplomat sagte, alle Briten, die sich auf dem Gelände befänden, seien in Sicherheit. Auch er konnte zunächst keine näheren Angaben zur dortigen Lage machen. Wir sind empört“, hiess es in einer Erklärung des Aussenministeriums in London. „Das ist völlig unannehmbar, und wir verurteilen es.“ Auch Deutschland, Frankreich und Italien verurteilten die Erstürmung der britischen Botschaft in Teheran scharf.

Russland verlegt Kriegsschiffe in die Gewässer vor Syrien

Russland hat die Entsendung schwerer Kriegsschiffe in die Gewässer vor Syrien angekündigt. Es würden ein Flugzeugträger und ein U-Boot-Zerstörer vom Nordmeer ins Mittelmeer verlegt, sagte der Generalstabschef Nikolai Makarow am Dienstag nach Angaben der Agentur Interfax.

Nach Informationen der russischen Tageszeitung „Iswestija“ sollen die Schiffe als Drohpotenzial gegenüber der NATO dienen. Russland hatte den Westen mehrfach vor einem gewaltsamen Regimewechsel in Syrien nach „libyschem Vorbild“ gewarnt. Moskau unterhält enge Beziehungen zu Damaskus, einem wichtigen Waffenkunden. Zudem verfügt Russland über einen Stützpunkt an der syrischen Küste.

Israels Oberrabbiner will Import von «Koscher-Schwein»

Oberrabbiner Yona Metzger bringt den «Schweinebraten» in israelische Kochtöpfe. Gemäss seinem Büro ist er bereit, den Import einer biologisch gezüchteten Gänseart aus Spanien zu erlauben, deren Fleisch wie Schwein schmeckt. Drei nichtjüdische Küchenchefs haben den schweinefleischartigen Geschmack bestätigt. Nach den Koscher-Vorschriften ist der Verzehr von Gänsefleisch erlaubt, egal nach was es schmeckt, sofern die Tiere nach jüdischem Ritual geschlachtet wurden.

Säkulare Israeli haben in nichtkoscheren Restaurants schon seit langem Schweinefleisch genossen, «Koscher-Schwein» würde nun aber auch den Gläubigen neue Geschmacksempfindungen erlauben.  mehr Informationen

Mysteriöse Explosionen im Libanon

In der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch 23.11.2011 kam es zu einer massiven Explosion in einem Munitions- und Waffenlager der schiitischen Hisbollah im libanesischen Dorf Sadikin, etwa zwölf Kilometer von der israelischen Grenze entfernt. Im israelischen Ort Maalot konnte man dies sogar hören. Die Explosion geschah zehn Tage nach einer anderen mysteriösen Explosion in Iran. Ob es zwischen den beiden Explosionen eine Verbindung gibt, ist unklar. Die Vorfälle könnten zu Spannungen an der Nordgrenze führen.  weitere Informationen