Alle Beiträge von obrist-impulse

Ein Blick auf den Thron Gottes

Geheimnisvoll mystisch beschreibt uns Johannes sein Erscheinen vor dem Thron Gottes in der Offenbarung 4. Er ringt um Worte, findet aber kaum treffende Beschreibungen. Unsere menschliche Sprache reicht nicht aus, um Gottes Welt auf angebrachte Weise zum Ausdruck zu bringen. Es ist ein Stammeln von Worten, ein Suchen und Tasten nach Bildern (vgl. 2.Korinther 12,4).

Johannes wurde eine Tür in eine Welt geöffnet, die uns fremd erscheint. Diese Realität lässt sich nicht in unser Denkmuster hineinzwängen. Die Frage ist, ob wir das so zulassen und uns in die Anbetung hineinnehmen lassen können oder uns dagegen verschließen.

Johannes beschreibt einen Thron. Wo ein Thron ist, Ein Blick auf den Thron Gottes weiterlesen

Tu BeAv – eine israelische Version vom Valentinstag

Donnerstagabend bis Freitagabend 16. August 2019

Tu BeAv ist in Israel ein Freudentag. Er gleicht etwas dem Valentinstag, an dem man sich Blumen schenkt. Die erste offizielle Erwähnung von Tu BeAv findet sich in der Mischna am Ende des zweiten Jahrhunderts. Es handelt sich um keinen traditionellen Feiertag, sondern um einen normalen Arbeitstag, auch wenn in der Nacht zu ihm viel gesungen und getanzt wird.

Wegen der freudigen Ereignisse, die an diesem Tag stattfanden, betrachteten die Gelehrten Israels den 15. Aw als einen der beiden erfolgversprechendsten Tagen im jüdischen Kalender (der andere ist Jom Kippur – Talmud, Taanit 26b).

Trotzdem sind für den 15. Aw Tu BeAv – eine israelische Version vom Valentinstag weiterlesen

Maria Himmelfahrt

Das Fest Maria Aufnahme in den Himmel (15. August) geht auf ein Marienfest zurück, das Cyrill von Alexandrien im 5. Jahrhundert einführte.

Der Glaube an die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel ist seit dem 6. Jahrhundert bezeugt und wurde 1950 von Papst Pius XII. in der Apostolischen Konstitution Munificentissimus Deus für die römisch-katholische Kirche zum Dogma erhoben.

In der Bibel finden wir keine Angaben über die letzten Lebensjahre von Maria. Sie erscheint das letzte Mal, als sich die Jünger nach der Himmelfahrt Jesu trafen (Apostelgeschichte  1,14). Klar ist, dass Maria Himmelfahrt weiterlesen

Beten mit der Bibel – Der barmherzige Vater

Jesus erzählt verschiedene Geschichten, um aufzuzeigen, dass sein Handeln dem Wesen Gottes entspricht. Eine davon ist die Geschichte vom barmherzigen Vater, besser bekannt als „der verlorene Sohn“. Dabei geht es in dieser Geschichte mehr um den Vater, wie er mit seinen zwei Söhnen umgeht. Die große Frage ist, mit wem identifizieren wir uns, mit dem jüngeren Sohn, dem älteren Sohn oder mit dem Handeln des Vaters?

Jesus sagte: „Seid nun barmherzig, wie auch euer Vater im Himmel barmherzig ist“ (Lukas 6,36).

Wir wollen wir uns anstecken lassen, von der Barmherzigkeit des himmlischen Vaters.

Radio Maria Schweiz Dienstag 13. August

Link zu den Sendungen im Radio Maria  https://www.radiomaria.ch/de/podcasts?combine=Hanspeter+Obrist

Islamisches Opferfest Eid al-Adha

Islamisches Opferfest 2019. Beginnt am Abend vom Sonntag, 11. August und endet am Abend vom Dienstag, 13. August

Der 10. Dhū l-Hiddscha ist der „Tag der Schlachtung“. Vom 11. – 13. Dhū l-Hiddscha sind die „Tage des Fleischtrocknens“.

Das Opferfest Īdu l-Aḍḥā ist das höchste und wichtigste islamische Fest. Arabisch heißt das Fest: „IDO-AL-ADHA“. Türkisch heißt es: „KURBAN BAYRAM“. Es wird zum Höhepunkt des Haddsch gefeiert, der Wallfahrt nach Mekka (vgl. Artikel der Haddsch). Aufgrund des islamischen Mondkalenders Islamisches Opferfest Eid al-Adha weiterlesen

Gottesdienst nach Vereinbarung

Die EKD empfiehlt Gemeinden in einer aktuellen Studie, offen über den Fortbestand des Sonntaggottesdienstes nachzudenken. Doch Kritiker meinen, ein Abschied vom traditionellen Gottesdienst am Sonntag wäre die Preisgabe der eigenen Sichtbarkeit.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat ihren Gemeinden jüngst in einer Studie empfohlen, über den Fortbestand des Sonntagsgottesdienstes offen zu diskutieren. Für viele sei der traditionelle Sonntagsgottesdienst – so das Ergebnis der Studie – nicht (mehr) attraktiv. „Angesichts schwindender personeller und finanzieller Ressourcen, vor allem aber mit Blick auf die geringe Reichweite sollte vielerorts engagierter und ergebnisoffener über seinen Fortbestand diskutiert werden“, heißt es in der Untersuchung. Gottesdienst nach Vereinbarung weiterlesen

Tischa BeAw – Tröstet mein Volk

2019:  9. Aw 5778    (wegen dem Schabbat am 10. Aw)  Sonntag 11. August

9. Aw als Schicksalstag
Am 9. Aw 586 v. Chr. wurde der Tempel durch Nebukadnezar zerstört. Am 9. Aw 70 n. Chr. wurde der Zweite Tempel Israels durch Titus vernichtet. Im Freiheitskampf der Zeloten unter Bar Kochba gegen Rom fiel die Festung Betar am 9. Aw 135 n.Chr. In Spanien mussten die Juden am 9. Aw 1492 das Land verlassen. Am 9. Aw 1914 begann der Erste Weltkrieg, der für die osteuropäischen Juden folgenschwer wurde.

Der Tischa BeAw (9. Aw) gehört zu den vier Trauertagen im jüdischen Kalender, die der Zerstörung Jerusalems gelten.

Der erste dieser vier Trauertage ist der 10. Tewet. Mit ihm begann die Belagerung Jerusalems durch die Römer im Jahr 70 n. Chr.

Am 17. Tammus brachen die römischen Legionen in die Vorstadt Jerusalems ein. Wenige Wochen später, am 9. Aw, geschah Tischa BeAw – Tröstet mein Volk weiterlesen

Muslime auf Pilgerreise – Der Haddsch

Der Haddsch 2019 beginnt am Abend vom Freitag, 9. August und endet am Abend vom: Mittwoch, 14. August.

Der Haddsch ist die islamische Pilgerfahrt nach Mekka. Er findet jährlich vom 8.–12. Dhu l-Hiddscha statt. Die kleine Pilgerfahrt, ʿUmra genannt, kann zu jeder beliebigen Zeit erfolgen. Der Höhepunkt ist das Opferfest (Eid al-Adha). Dem islamischen Glauben zufolge kehren die Pilger vom Hadsch rein wie Neugeborene zurück.  Muslime auf Pilgerreise – Der Haddsch weiterlesen

Statement zum Pazifismus

Von Elhanan ben-Avraham, 30. Juli 2019

Die Juden Europas trauten in den 1930er Jahren ihren Gastländer, insbesondere Deutschland. Warum sollten sie es nicht tun? Die Juden hatten sich als gute deutsche Staatsbürger erwiesen und dienten im Militär im Ersten Weltkrieg und erhielten Auszeichnung. Außerdem waren die Deutschen keine Barbaren, sondern gehörten zu den kultivierten und gebildetsten Menschen in Europa. Sie hatten Bach, Händel, Dürer, majestätische Kathedralen und die Reformation hervorgebracht. Die meisten Deutschen waren Christen, die einen Juden anbeten (Jesus). Sie hatten denselben Gott der Bibel wie die Juden selbst.

Die Ironie ist jedoch, dass das naive Vertrauen des jüdischen Volkes, insbesondere in Deutschland, nicht fundiert war. Statement zum Pazifismus weiterlesen

Wenn die Apokalypse Wunsch ist

In der Ideologie der iranischen Diktatur sollen Krieg und Verderben nicht verhindert werden, sondern sind eine entscheidende Voraussetzung für die erhoffte Wiederkehr des verborgenen Imams (Mahdi), der Erlösergestalt schiitischer Theologie.

In einem am 31. Juli 2019 ausgestrahlten Interview, gab Ayatollah Mirbagheri Einblick in seine Weltsicht. Ayatollah Mohammad Mehdi Mirbagheri ist Mitglied des Expertenrates. Mitglied des Expertenrates kann nur werden, wer über jeden Zweifel an der Linientreue gegenüber der Islamischen Republik erhaben ist.

Er sagte: „Wir werden nie das Zeitalter der Wiederkehr (des verborgenen Imams) erreichen, wenn wir uns nicht in einen ausgedehnten Kampf begeben – einen umfassenden Konflikt, der zum Kampf eskalieren wird. (Der Koran sagt:) ‚Kämpfe gegen sie, damit es keinen Streit gibt, und die Religion in ihrer Gesamtheit für Allah ist.‘“ Wenn die Apokalypse Wunsch ist weiterlesen

China: Christentum ein böser Kult

Schock für christliche Eltern in China: Sie müssen mit ansehen, wie ihren Kindern in der Schule beigebracht wird, dass das Christentum «ein böser Kult» sei und dass sie «Gott hassen» sollen.

Wie das christliche Hilfswerk «Barnabas Fund» berichtet, wurden nun auch Begriffe wie «Bibel», «Gott» und «Christus» aus Schulbüchern gestrichen. So wurde beispielsweise «Robinson Crusoe» von Daniel Dafoe umgeschrieben. China: Christentum ein böser Kult weiterlesen

Geburtshaus von den Aposteln Petrus und Andreas gefunden

Die Überreste einer alten Kirche wurden im antiken Bethsaida freigelegt. Es wird davon ausgegangen, dass sie auf dem Geburtshaus der Apostel Petrus und Andreas aufgebaut worden war.

Diese Ausgrabung in Galiläa sorgt auch in der säkularen Presse für Schlagzeilen: Was Mordechai Aviam vom «Kinneret Academic College» zum Fund am Ufer des Sees von Galiläa im Norden Israels zu sagen hat, ist nichts weniger als eine archäologische Sensation. Israelische Archäologen haben eine mindestens 1’500 Jahre alte Kirche entdeckt, die wahrscheinlich über dem Haus der beiden Brüder und späteren Apostel Petrus und Andreas errichtet worden ist. Geburtshaus von den Aposteln Petrus und Andreas gefunden weiterlesen

Transfiguration – Fest der Verklärung von Jesus

6. August römisch-katholischen Kirche, anglikanische und altkatholische Kirche / 23. Juli armenische Kirche / 19. August Orthodoxe Kirche

Die Verklärung des Herrn (lateinisch Transfiguration) bezeichnet die Begegnung von Jesus mit Mose und Elia.

Der Ort dieser Begegnung, ist nicht klar. Eine Möglichkeit ist der Berg Hermon, der Tabor oder der Berg Meron. Für den Hermon spricht, dass Jesus sich zuvor bei den Hermonquellen aufhielt. Für den Meron, dass dort nach jüdischer Tradition der Stuhl des Elia ist. Auf dem Tabor ist eine christliche Kirche.

Jesus nimmt Transfiguration – Fest der Verklärung von Jesus weiterlesen

Das Paradox des Leidens

Leiden bringt uns an die Grenze des Verstehens und führt uns in die Welt des Vertrauens.

Es ist die christliche Eigenart, dass wir aufgefordert werden Böses mit Guten zu überwinden. Leiden verändert mich entweder zum Guten oder ins Negative. Mit der Hilfe Gottes können wir dem Leiden etwas Positives abgewinnen. Dazu mehr am Montag, 5. August,  in Radio Maria mit Hanspeter Obrist

Link zu den Sendungen im Radio Maria  https://www.radiomaria.ch/de/podcasts?combine=Hanspeter+Obrist

Vom Heroin- zum Bibelschmuggler

Viktor * hat einst illegale Drogen in Zentralasien geschmuggelt.

„Er hat die natürlichen Fähigkeiten, sich mit unterschiedlichen Menschen zu vernetzen“, so ein Bericht von Open Doors. Er war so gut, dass ihm die Gelegenheit geboten wurde, Drogen über die Grenze zu schmuggeln. Aber im Jahr 1996 wurde Viktor mit neun Pfund Heroin erwischt und ins Gefängnis geschickt.

Nach seiner Inhaftierung wurde er depressiv und wollte sich selbst umbringen. „Ich fühlte mich innerlich leer und wollte nicht mehr leben. Ich wusste nicht, wie lange ich im Gefängnis sein würde “, sagte er zu Open Doors.

Eines Tages erhielt Viktors Zellengenosse ein Paket von seiner Mutter, das das Johannesevangelium enthielt. Der Zellengenosse bot Viktor an, es zu lesen. Viktor wollte zunächst nicht. Aber nach 10 Nächten mit schlechtem Schlaf hob er das Buch auf und begann es zu lesen.

Für ihn ergab das keinen Sinn. Worte wie „Das Wort war zuerst und das Wort war Gott“ ergaben für mich keinen Sinn“, erzählte er. „Was sollte das heißen? Ich habe es weggelegt und aufgehört zu lesen.“

Aber dann passierte etwas Ungewöhnliches. Vom Heroin- zum Bibelschmuggler weiterlesen