Konflikte mit den illegalen Einwanderer in Israel

In Tel Aviv ist es am Mittwoch zu Demonstrationen gegen illegale Einwanderer gekommen. Unter den etwa 1.000 Demonstranten griffen einige auch zur Gewalt. Die Polizei nahm 17 Randalierer fest. Der Aufruhr trug sich im südlichen Stadtteil Hatikwa zu. Die Protestanten griffen Migranten an und verursachten Sachschäden.  Auch in Bnei Brak, Aschdod und Eilat gab es kleinere Demonstrationen gegen illegale Einwanderer.

Auf einer weiteren Kundgebung in Tel Aviv beklagten Bürger der Stadtteile Schapira und Kirijat Schalom die Unsicherheit, die die illegale Einwanderung mit sich bringe. „Unsere Straßen sind für unsere Kinder nicht mehr sicher“, war auf einem Plakat zu lesen.

Unmittelbarer Anlass für die Demonstrationen war die Vergewaltigung eines 19-jährigen Mädchens durch zwei Ausländer am Donnerstag in Tel Aviv. Laut der Anklage vergewaltigten der Sudanese Ahmed Abdullah (37) und Kidesch Takla (20) aus Eritrea die Israelin auf einem Parkplatz. Eine Polizeipatrouille entdeckte sie während der Tat. Die beiden flohen zunächst, konnten aber gefasst werden. Noch während der Befragung habe Abdullah einen Polizeibeamten bedroht.

Nach einem Bericht der Bevölkerungs- und Einwanderungsbehörde hat sich die Zahl der illegalen Einwanderer in den ersten drei Monaten dieses Jahres drastisch erhöht. Die meisten der 5.528 Ankömmlinge stammen demnach aus Eritrea und dem Sudan. Sie dringen meist über die Grenze zu Ägypten nach Israel ein.

Der Bürgermeister von Tel Aviv, Ron Chuldai, schätzt, dass 15 Prozent der 400.000 Einwohner seiner Stadt illegale Einwanderer sind. Im Radio forderte er die israelische Regierung auf, den Einwanderern entweder eine Arbeitserlaubnis zu erteilen oder sie in Aufnahmelagern unterzubringen. Ihnen jedoch legale Möglichkeiten zum Geldverdienen zu verweigern, provoziere die Kriminalität geradezu.

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