Ausgangssperre soll Lage in Nigeria beruhigen

Nach den dreitägigen gewaltsamen Ausschreitungen im Norden Nigerias mit über 100 Toten haben die Behörden in mehreren Städten eine Ausgangssperre verhängt.

Am Sonntag hatte die islamistische Sekte Boko Haram Anschläge auf drei Kirchen im Bundesstaat Kaduna begangen, bei denen mindestens 16 Menschen getötet worden waren. Bei Vergeltungsaktionen von Christen auf Moscheen und muslimische Stadtteile waren in der Folge Dutzende weitere Menschen getötet worden.

In Damaturu hatten sich Boko Haram und Soldaten am Montag eine Schiesserei geliefert, bei der mindestens 40 Menschen getötet wurden. Die Zahl der Opfer stieg unterdessen auf mindestens 101. Wegen der blutigen Ausschreitungen verhängten die Behörden Ausgangssperren in beiden Gebieten.

Nigeria ist mit mehr als 160 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Der Anteil von Christen und Muslimen ist weitgehend ausgeglichen, allerdings gibt es regionale Unterschiede: Der Islam dominiert im Norden, das Christentum im Süden des Landes. Boko Haram will im Norden einen muslimischen Staat errichten, in dem die Scharia befolgt wird, und setzt auf terroristische Mittel.

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