Anschlag in Gaza auf Regierungschef

Der palästinensische Ministerpräsident Rami Hamdallah ist am Dienstag 13.3.2018 nach Angaben seiner Behörde im Gazastreifen einem Anschlag entgangen. Unweit des Konvois explodierte am Dienstagmorgen ein Sprengsatz. Er wurde vom Geheimdienstchef Majid Faraj begleitet.

Das Büro von Präsident Mahmud Abbas machte die radikal-islamische Hamas dafür verantwortlich, dass die Hamdallahs Wagenkolonne bei der Einfahrt in den Gazastreifen ins Visier genommen worden sei.

 

 

“Der Angriff auf die Einheitsregierung ist ein Angriff auf die Einheit des palästinensischen Volkes”, sagte ein Sprecher Abbas’. Nach einer Unterredung zwischen Hamas-Führer Ismail Hanyieh und Hamdallah aber kamen beide Politiker überein, Israel «und dessen Kollaborateuren» die Schuld für den Anschlag in die Schuhe zu schieben. Hamdallah hat sein Büro im von Israel besetzten Westjordanland.

Fünf (oder sieben) Menschen wurden leicht verwundet, Hamdallah blieb unverletzt. Es wurden bereits verschiedene Verdächtigte verhaftet. Hamdallas Visite, die schon seit fünf Monaten geplant war, hätte um 10 Uhr beginnen sollen. Im Zentrum des Besuchs stand ursprünglich die Eröffnung einer Anlage zur Abwasseraufbereitung.

am 13. Oktober 2017 hatten die einst tief verfeindeten Organisationen Hamas und Fatah ein Versöhnungsabkommen unterzeichnet. Die Hamas erklärte sich darin zum Verzicht auf die Kontrolle im Gazastreifen bereit. Die Umsetzung der von Ägypten vermittelten Einigung ist allerdings noch strittig. Die von der internationalen Gemeinschaft unterstützte Fatah hatte 2007 nach einem Bürgerkrieg im Gazastreifen die Kontrolle an die islamistische Hamas verloren. Diese spricht Israel das Existenzrecht ab und wird im Westen als terroristische Gruppierung eingestuft. mehr Informationen

 

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