Al-Quds-Tag – Aufruf zur Vertreibung und Vernichtung der Juden

2017: Freitag 23. Juni / Die Demos und Gegendemos sind in Berlin in diesem Jahr am Freitag

Der al-Quds-Tag, nach dem arabischen Namen für Jerusalem, al-Quds, ist in der Islamischen Republik Iran ein gesetzlicher Feiertag. Er wird alljährlich zu staatlich organisierten Massendemonstrationen gegen Israel genutzt, bei denen die „Befreiung Jerusalems von den zionistischen Besatzern“ gefordert wird. Auch weitergehende Vernichtungsdrohungen gegen Israel werden regelmäßig ausgesprochen.

Der Leiter des Intifada- und al-Quds-Stabes Irans sagte: „Die Demonstrationen zum Internationalen al-Quds-Tag am letzten Freitag des Fastenmonats Ramadan (23.6.2017) werden in 900 iranischen Städten durchgeführt.“

Das Motto des al-Quds-Tages 2017 ist: „Das Geheimnis von Einheit und Jihad der islamischen Umma ist die Unterstützung für das unschuldige palästinensische Volk und der sichere Niedergang des zionistischen Regimes.

General Ramezan Sharif wies auf der Pressekonferenz darauf hin, dass Palästina durch die amerikanischen, englischen und zionistischen Intrigen seit 70 Jahren besetzt ist und von den islamischen Ländern getrennt wurde.

Präsident Rohani betonte, der Internationale Al-Qodstag ist der Tag der Wiederbelebung der Palästinenserfrage und fügte hinzu: Der Al-Qodstag bedeutet die Unterstützung vom unterdrückten palästinensischen Volk, vom Widerstand gegenüber der Unterdrückung, von der Beilegung der Differenzen in der Islamischen Welt, das bedeutet auch entschlossener Kampf gegen den Terrorismus und Ablehnung der Einmischung der Großmächte, insbesondere der USA, in die Angelengenheiten der Region.

Der al-Quds-Tag geht auf den Aufruf des iranischen Revolutionsführers Ayatollah Ruhollah Chomeini vom 8. August 1979 zurück, am letzten Freitag des islamischen Fastenmonats Ramadan die „internationale muslimische Solidarität zur Unterstützung der legitimen Rechte des muslimischen palästinensischen Volkes zu erklären.“ Zum ersten al-Quds-Tag am 17. August 1979 sollen allein in Teheran 3,5 Millionen Menschen demonstriert haben. Nach Chomeini ist „der al-Quds-Tag ein islamischer Tag und ein Tag der Mobilisierung der Muslime.“

International wird der al-Quds-Tag immer wieder genutzt, um zum Völkermord an den Juden aufzurufen. Denn Palästina soll ein judenreines Gebiet werden. Palästinenser sehen oft ihre Identität im Kampf gegen die Juden. Viele haben kein konstruktives Konzept für ein miteinander. In Israel selbst leben Juden und Araber friedlich miteinander.

In Sacharja 12,2-3.9 steht: „Ich mache Jerusalem für die Völker ringsum zu einer Schale voller Wein: Wenn sie daraus trinken, werden sie taumeln wie Betrunkene. Sie wollen Jerusalem und ganz Juda erobern. Doch an jenem Tag wird Jerusalem für sie wie ein viel zu schwerer Stein sein: Wer ihn hochhebt, verletzt sich dabei. Alle Völker der Erde werden sich gegen Jerusalem verbünden. An jenem Tag vernichte ich alle Völker, die Jerusalem angreifen.“

Die Bibel fordert dazu auf, die Gerechtigkeit Gott zu überlassen. „Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben“ (Lk 6,37). Denn nur Gott kennt alle Fakten, um ein gerechtes Urteil zu fällen. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch ans Licht bringen wird, was im Finstern verborgen ist, und wird das Trachten der Herzen offenbar machen. Dann wird einem jeden von Gott sein Lob zuteil werden“ (1.Kor 4,5).

Auch nach Auffassung des stellvertretenden Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden wird es nach der Krise in Gaza (2014) keinen Frieden mehr im Nahen Osten geben. «In Palästina wird es keine Ruhe mehr geben», sagte Hossein Salami am Freitag 25.7.14) am Rande der al-Quds-Demonstration. Letztendlich werde die islamische Welt den Nahen Osten «zum Friedhof der Amerikaner und Zionisten (Israel) umwandeln», so der General.

Gemäss dem „Tagesspiegel“ gab es am Rade der Demonstration 2014 in Berlin mit 1200 Teilnehmer Sprechchöre mit: „Israel vergasen“.

Auf der Seite vom Al-Quds-Tag wird folgendes behauptet:

„Die Machtsäulen der USA in der islamischen Welt sind Saudis und Zionisten, also zwei faschistische rassistisch geprägte Regime.“

„Die US-Macht gründet und unterstützt seit jahrzehnten äußerlich islamische, aber im Grunde faschistische Gruppierungen in der islamischen Welt: Taliban, Al-Qaida, Al-Nusra, ISIS -DAAESH- , MKO -iranische terroristische Organisation- und Boku Haram – in Nigeria- sind alle faschistisch-islamische Gruppierungen, die für Interessen der USA einen sogenannten Jihad durchführen.“

„Zwischen dem amerikanischen und dem reinen mohammadanischen Islam gibt es unzählige Versionen. Alle Muslime sind in dieser Zeit ernsthaft aufgefordert ihren Islam auf seinen Echtheitsgrad zu prüfen, wenn sie beim Tod oder erst danach keine böse Überraschung bezüglich ihres Glaubens erleben möchten!“

Wenn die USA muslimische Organisationen steuert, warum bekämpft sie diese mit noch einem grösseren Aufwand?

Es könnte wirklich sein, dass Muslime nach ihrem Tod eine böse Überraschung erleben bezüglich des „mohammadanischen Islams“. Wenn der Islam, den wir kennen, gar nicht der Islam ist. Was ist dann Islam? So wie es scheint: Antiamerikanismus.

Besonders auffällig bei der Demonstration im Iran 2015 waren die vielen Sprechchöre und Plakate gegen Saudi-Arabien. „Nieder mit der saudischen Königsfamilie“ sei in Teheran und anderen Städten gerufen worden, berichtete die Nachrichtenagentur IRNA. Die saudischen Luftangriffe auf die pro-iranischen Huthi-Rebellen in Jemen und Riads Politik in Syrien haben in den letzten Monaten zu einer Krise zwischen den beiden islamischen Mächten geführt.  mehr Informationen

Zur Al-Quds-Demonstration 2015 in Berlin waren 2500 Teilnehmer angemeldet worden. Rund 650 Teilnehmer sind gekommen. Etwa 500 Gegen-Demonstranten kamen zusammen. Sie protestierten gegen Antisemitismus und zeigten sich mit Israel solidarisch.

Zum jährlich stattfindenden „Al-Quds-Tag“ sind im Iran 2015 Zehntausende auf die Straßen gegangen. Bei den von der Regierung organisierten Kundgebungen im ganzen Land skandierten sie „Nieder mit Amerika“ und „Tod für Israel“. Die Demonstranten verbrannten israelische Flaggen und das Konterfei des israelischen Premiers Benjamin Netanjahu. Pünktlich zum „Al-Quds-Tag“ ist im Iran ein Spiel für Smartphones erschienen, das die Zerstörung Israels simuliert. In „Raketenangriff“ feuert der Spieler verschiedene iranische Raketen auf die israelische Küstenstadt Haifa ab.

2016: Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) hat das Zeigen von Hisbollah-Flaggen bei der anti-israelischen Al-Kuds-Demonstration in Berlin verboten. Es werde nicht erlaubt sein, für die Hisbollah zu werben und Kennzeichen, Symbole oder Embleme dieser Organisation zu zeigen, teilte Henkel mit. „Wer die Vernichtung eines ganzen Volkes propagiert und Krieg und Gewalt gutheißt“, missbrauche das Versammlungsrecht, so Henkel.

Vergleiche auch Artikel: Immer mehr Muslime konvertieren zum christlichen Glauben

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